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SAG' MIR, WO DIE MÄNNER SIND!

Feb 08

Seit 42 Jahren gibt es den FC Hansa in Rostock. Zahleiche Spieler haben seit dem das Trikot mit der Kogge getragen. Helden, Mitläufer und Loser! Wir haben mal die Telefondrähte glühen lassen und das Internet umgegraben, um zu schauen was aus den einstigen Hoffnungsträger der Hansa-Fans verschiedener Generationen geworden ist. Selbstverständlich handelt es hier nur um eine kleine Auswahl, doch wir werden sie von Zeit zu Zeit ergänzen. Natürlich seid Ihr aufgefordert, uns bei der Recherche zu unterstützen. Also, wer was weiß, gibt uns bitte in unserem Forum unter www.0381-Magazin.de bescheid!


Slawomir Majak, 39: spielte von 1997 bis 2001 für den FC Hansa Rostock. In der Zeit machte er  108 Bundesliga-Spiele in denen er 15 Tore erzielte. An 14 davon kann sich kein Mensch erinnern, aber eines machte ihn zumindest zu einer kleinen Legende: am 29. Mai 1999, beim Abstiegskrimi gegen den VfL aus Bochum erzielte er eine Winzigkeit vor dem Abpfiff den 3:2-Siegtreffer, der die Hanseaten aller Abstiegssorgen ledig machte, und die mehr als 5000 mitgereisten Fans und Radiomann Oli Schubert in einen kollektiven Euphorierausch versetzte.

Danach ging es irgendwie abwärts. Majak konnte sich nie wirklich einen Stammplatz beim FC Hansa erkämpfen. Deshalb wurde sein Vertrag 2001 auch nicht verlängert. Als Folge dessen wechselte zum AS Anorthosis nach Zypern, wo er, von einem sechsmonatigen Abstecher bei Piotrcovia Piotrkow abgesehen, bis 2004 spielte und Hansa noch eine sensationelle Ablösesumme bescherte. Anschließend ging er zurück zu seinem Heimatverein RKS Radomsko und beendete dort seine aktive Karriere, zu deren Höhepunkten auch seine 8 Länderspiele für Polen zählten. Mit Abschluss seiner Spielerlaufbahn begann Majak bei RKS Radomsko als Mitarbeiter im Trainerstab.


Jonathan Akpoborie, 39: kam im Januar 1996  vom SV Waldhof Mannheim zum FC Hansa und schlug ein wie eine Granate. In 47 Bundesliga-Spielen erzielte er 20 Tore, weckte damit natürlich Begehrlichkeiten seitens ambitionierterer Klubs und wechselte zur Saison 1997/98 für 7 Mio. DM zum VfB Stuttgart. Dort sollte er die Position des zu den Bayern gewechselten Giovane Elber im "Magischen Dreieck" mit Fredi Bobic und Krassimir Balakov übernehmen. Spielerisch ging dieser Plan gründlich daneben, doch immerhin behielt Akpoborie seine überaus anständige Trefferquote. Zur Saison 99/ 2000 verpflichtete der VfL Wolfsburg den Nigerianer, und auch hier lief es sportlich zunächst ganz gut. Doch im Jahr darauf tauchte Akporobies Name auf der Eignerliste des Fährschiffs "Etireno" auf, an Bord dessen 43 Kinder aufgefunden wurden, die zur Sklavenarbeit und Prostitution gezwungen wurden. Der Skandal wurde seinerzeit von UNICEF öffentlich gemacht, und obwohl Akpobories Name von Mittäter- und Mitwisserschaft reingewaschen wurde, bestand VW als Gesellschafter des VfL Wolfsburg auf einer Trennung vom Spieler, um den Verein und Konzern von einem Imageschaden zu bewahren. Akpoborie, von den Fans scherzhaft "Akkubohrer" genannt, spielte dann noch einige Zeit unterklassig beim 1. FC Saarbrücken, wo er schließlich 2002 seine Karriere beendete. Wikipedia "weiß", dass Jonathan Akpoborie an der FH Zwickau studiert. Dies ist jedoch aktuell nicht der Fall, wie "0381" seitens der "Alma mater Zwickauiensis" erfuhr. Vielmehr arbeitet Akpoborie für Spielerberatungs- und -vermittlungsagentur ROGON, und ist laut deren Auskunft "...zum augenblicklichen Zeitpunkt im Ausland und steht bedauerlicherweise für Presseanfragen nicht zur Verfügung." Ist auch auch viel moderner als der Handel mit Kindersklaven!


Delano Hill, 32:  machte zwischen 2002 und 2005 insgesamt 96 Bundesliga-Spiele für Hansa in denen er 3mal ins gegnerische Tor traf. Anschließend entschied er sich für einen Wechsel zum Wiener Traditionsklub Austria. Diese Aktion stand offenbar nicht unter einem guten Stern. Hill verletzte sich kurz nach Saisonstart schwer an der Schulter und konnte in Folge dessen nie so richtig in der Operetten-Liga Fuß fassen. Nach insgesamt nur 12 Spielen beendete er das Kapitel Austria und kehrte zurück in die holländische Eredivisie, wo er bis heute als Kapitän bei Willem II Tilburg im Einsatz ist.


Gernot Plasnegger, 29: spielte 2003/4 20mal für Hansa, wobei er ein Tor schoss und 1 mal vom Platz flog. Und zwar so richtig: Die berühmte "Plasnegger-Schere" geistert bis heute als Begriff durchs Stadion, wenn ein Akteur etwas überambitioniert in seinen Gegenspieler rauscht. Plasnegger konnte sich dann nie wieder ins Team spielen und verließ Rostock in Richtung seiner österreichischen Heimat, wo er zunächst beim Grazer AK anheuerte. Später wechselte er dann aufgrund ausbleibender Gehaltszahlungen zu Rapid Wien. Heuer spielt er bei Austria Kärnten.


Paul Caligiuri, 44: war, als er 1990 an Bord der Hansa-Kogge kam, der erste US-Amerikaner, der jenseits des Eisernen Vorhangs als Profisportler arbeitete. Als Mittelfeldspieler errang er in der letzten DDR-Oberliga Saison den ersten und einzigen Meistertitel und den FDGB-Pokal für Hansa. Danach spielte er noch einige Jahre für den FC Freiburg und den FC St. Pauli. Anschließend spielte er für Columbus Crew und L.A. Galaxy in den USA, bis er im Jahr 2001 seine aktive Karriere beendete. Er machte 110 Länderspiele für die USA, nahm an zwei Weltmeisterschaften teil und ist Mitglied der National Hall of Fame..

Nach seinem Rücktritt vom aktiven Fußball machte er seinen Trainerschein und ist aktuell Head Coach an der California State Polytechnic University in Pomona in der Nähe von Los Angeles.


Joachim Streich, 57: spielte von 1967 bis 1975 für den FC Hansa und traf in 141 Spielen 58mal. Im Anschluss wechselte Streich zum ambitionierteren 1. FC Magdeburg, für den er bis 1985 spielte und wo er 171 Tore schoss und damit DDR-Rekord-Torjäger wurde. Danach wechselte Streich ins Trainerfach und arbeitete u.a. beim 1. FC Magdeburg und nach der Wende bei Eintracht Braunschweig. Heute arbeitet der gebürtige Wismarer Joachim Streich in einem großen Sportgeschäft in Magdeburg, schreibt regelmäßig Kolumnen im kicker-Sportmagazin und ist einer der Repräsentanten des DFB.


Florian Weichert, 40: galt in der ersten Bundesliga-Saison des FC Hansa als die große Sturmhoffnung  der Rostocker. Grund dafür war ein Höhenflug des FC Hansa, der die Reinders-Truppe sogar eine Zeitlang an die Spitze der Tabelle spülte. Weichert traf und traf. Und auch ein Wechsel zum FC Bayern war mal im Gespräch. Später ebbte seine Torquote ab. Nachdem der Klassenerhalt verfehlt wurde wechselte Weichert zum HSV. Auch dort lief es nicht so super, und er wurde 1993 zum VfB Leipzig transferiert. Nach dem Abstieg mit den Messestädtern ging Weichert zu Dynamo Dresden. Auch hier wurde der Bundesliga-Klassenerhalt verfehlt, so dass Weichert zum dritten Mal abstieg. Er spielte dann noch für zwei Jahre beim VfB Leipzig in der 2. Bundesliga bevor er seine Karriere beendete und berichtet seitdem für den MDR vom Spielfeldrand als Reporter. Insgesamt absolvierte er 86 Bundesliga-Spiele, in denen er 14 Tore erzielte.


Christian Brand
, 35: spielte von 1999 bis 2002 in Rostock und machte 48 Spiele für Hansa, in denen er 5 Tore erzielte. Lothar Matthäus bedachte Brand, der sein Image als der etwas andere Fußballprofi stets pflegte, im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern mit folgendem Satz: "He, Brrrand, du - du bist doch bolitisch, bist du doch, du Grüner, machst auf sozial und hetzt hier den Schirri gegen uns auf."

2002 wechselte Brand zum FC Luzern und 2004 zum SC nach Kriens, wo er parallel zum Fußball für eine Zeitung arbeitete. Schon zu seiner Rostocker Zeit schrieb er SpiegelOnline-Kolumnen. Die Schweiz ist Christian Brands neue Heimat.

Seit 2007 arbeitet er als Co-Trainer beim FC Thun.


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