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JUNGE ROSTOCKER GEBEN DEM KTV-FEST  EINE ZUKUNFT

JUNGE ROSTOCKER GEBEN DEM KTV-FEST EINE ZUKUNFT

Mai 12

Die Kröpeliner Tor-Vorstadt ist einer der vitalsten Stadtteile Rostocks. Wie nirgendwo sonst in dieser Stadt, findet man hier einen bunten Mix aus Kultur, Gastronomie, Handel und Wissenschaft. Kein Viertel ist zum Wohnen und Arbeiten attraktiver, als das Areal zwischen Schröder- und Holbeinplatz. Hier wohnen Studenten neben Rentnern, junge Familien neben Mitbürgern mit Migrationshintergrund. Mit Mischung aus jung und alt macht die KTV spannend. Die gilt für die Menschen wie für die Bausubstanz. Einmal im Jahr feiert die KTV sich selbst. Und dank des Engagements einiger junger Leute, die sich KTVLenze nennen, bleibt diese Tradition auch erhalten.

Denn eigentlich war das Aus für das KTV-Fest schon beschlossen. Ende März teilte die Geschichtswerkstatt e.V. in einer teils trocken, teils wehmütig formulierten Presseerklärung mit, dass man sich außerstande sähe,  das traditionelle "blaumachen" auch in diesem Jahr zu veranstalten. Der Verein sei an seine Grenzen gestoßen. Die immer wieder gewachsene Veranstaltung und der immer größere Zulauf an Gästen hätte die Mitarbeiter des Vereins zwar in der Vergangenheit stets motiviert, doch habe man nun einen Punkt erreicht, an dem der Verein die Fülle an Aufgaben nicht mehr bewältigen könne. Desweiteren fühlte man sich auch der Verantwortung für eine solch große Veranstaltung nicht mehr gewachsen. Im Gespräch betont Angrit Lorenzen-Schmidt, wie schwer es dem Verein gefallen sei, das "blaumachen" abzusagen: "Wir haben sehr lange überlegt und intensiv diskutiert, doch angesichts der notwendigen Vorbereitungen, für die wir in den letzten Jahren stets fünf bis sechs Monate einplanen mussten, konnten wir keine andere Entscheidung fällen. Die Geschichtswerkstatt konnte dieses Fest einfach nicht fortführen. Unser Kerngeschäft ist der Betrieb des Kröpeliner Tores. Dafür sind unsere personellen Kapazitäten ausgelegt."
Die Nachricht schlug zwar nicht ein wie eine Bombe, löste aber zunächst Bedauern und Unverständnis bei den Bewohnern und den Geschäftsleuten der KTV aus. Schließlich passiert es nicht oft, dass Dinge beendet werden, weil sie florieren. Auch der späte Zeitpunkt der Absage sorgte für Kopfschütteln bei vielen Interessierten. Knapp 10 Wochen vor dem Termin erschien es eigentlich unmöglich, ein KTV-Fest in gewohntem Umfang zu organisieren.
Auf Anfrage des 0381-Magazins erklärte uns Geschäftsführer Jörg Vogt, warum der Rostocker Großmarkt, der die großen Feste und Märkte in der Hansestadt ausrichtet, nicht beim KTV-Fest einspringen wollte: "Der Rostocker Großmarkt hat das "blaumachen" in den letzten 10 Jahren immer sehr gerne unterstützt. Wir fanden dieses Fest toll, weil es den Charakter des Viertels widerspiegelte und die Bewohner, aber auch die Gewerbetreibenden sich ihren Nachbarn und ihren Gästen vorstellten. Mit der Absage durch den Veranstalter war für uns klar, dass unser Engagement beendet ist. Für uns stand auch in den vergangenen Jahren nie das Geschäft im Vordergrund, sondern das Herausstellen des eigenen Charakters des Viertels."

Warum die Geschichtswerkstatt nicht schon früher ihren Rückzug bekanntgab und so den Weg für andere Interessenten freimachte, bleibt rätselhaft.

Auch Thilo Senkel und seine Freunde Mel, Oskar, Phine, Christian, Pierre und Musk wurden von der Absage überrascht. Thilo: "Als wir auf der Homepage des 0381-Magazins lasen, dass das KTV-Fest ausfallen würde, waren wir ganz schön schockiert. Wir konnten uns nicht vorstellen, dass es dieses Jahr kein KTV-Fest geben sollte. Ich habe viele Freunde und Bekannte in den letzten Jahren beim "blaumachen" kennengelernt und so war es für uns immer wieder ein toller Anlass uns auf dem Fest zu treffen und unsere hier begonnene Freundschaft zu feiern. Dies wollten wir uns nicht nehmen lassen und verabredeten, uns trotzdem am eigentlichen Termin mit Bekannten, einem Ghettoblaster und ein paar Getränken zu treffen."
Und weil man heuer solche Verabredungen eben nicht mehr nur (fern)mündlich trifft, wurde flugs bei facebook eine Veranstaltung gepostet. Dann wurden noch ein paar Freunde eingeladen und damit hatte sich das kleine Treffen unter Freunden eigentlich organisiert. Doch es sollte etwas anders kommen: Binnen kürzester Zeit wurde "das Treffen" hunderte Male geteilt und immer mehr Leute kündigten an, ebenfalls am 2. Juni bei Mini-Ersatz-KTV-Bierchen-Trinken dabei sein zu wollen. "Drei Stunden nach Gründung der Gruppe hatten wir 1000 Zusagen. Eine Freundin rief mich an und meinte: Jetzt müssen wir das KTV-Fest selber machen. Es ist ja nur ein Straßenfest. Das kann ja so schwer nicht sein."
Doch so etwas sagt sich erstmal so leicht. Schließlich gibt eine Menge Dinge zu bedenken und zu organisieren. Fast zuviele, wenn man so etwas das erste Mal macht. Zwar hatten Thilo und Mel schon beim Warnow Open Air mitgemacht und bei der Organisation über die Schulter geschaut, doch selbst als Veranstalter aufzutreten, war für alle Neuland.
Also wurde zunächst ein Schreiben an Firmen, Vereine und Geschäftsleute verfasst um Sponsoren und Partner zu akquirieren.
"Hierbei hatten wir das Glück, dass die Thierfelder Club e.V. sehr schnell auf uns zu kam und uns seine Unterstützung anbot. Dies war natürlich eine Riesen-Erleichterung für uns, weil die Leute vom LT, Meli und Klock 8 viel Erfahrung bei der Organisation großer Veranstaltungen haben. Der LT-Club übernimmt nun die Gastronomie auf dem Fest und unterstützt uns finanziell und organisatorisch. So bleiben uns Behördengänge und der Papierkrieg fast völlig erspart."
Doch auch abseits der notwendigen Bürokratie gibt es natürlich noch viel zu tun.
So laufen die Vorbereitungen natürlich längst auf vollen Touren.
Natürlich werden weiterhin Sponsoren und Partner gesucht. Die Brauerei und die WIRO haben wohl schon Unterstützung zugesagt. Weitere Sponsorengespräche hoffen die Kids bis Mitte Mai abgeschlossen zu haben. Und zwar möglichst erfolgreich. Schließlich müssen trotz der Unterstützung durch den Thierfelder Club zahlreiche Kosten gedeckt werden.

Sponsoren, aber auch Künstler und Händler sind immer herzlich willkommen

Die Kürze der verbleibenden Zeit zwingt die Jung-Veranstalter zu Kompromissen. So wird das KTV-Fest dieses Jahr nur auf dem sogenannten Margaretenplatz stattfinden. Doch die KTVLenze hoffen, dass möglichst viele Geschäftsleute aus dem Barnstorfer Weg mit eigene Ständen auf ihre Straße gehen. So bliebe der Charakter des Festes erhalten.
Dieser wurde in der Vergangenheit aber natürlich auch stets durch das kulturelle Programm geprägt.
Zahlreiche Bands debütierten auf der zentralen Bühne. Chöre, Kapellen, Tanz- und Laientheater-Gruppen sorgten für abwechslungsreiche Unterhaltung, die zwar nicht immer jedermanns Geschmack traf, aber immer konsensfähig war. Wie es sich in der KTV gehört.
Das soll sich natürlich in diesem Jahr nicht ändern, betont Thilo: "Wir wollen natürlich tagsüber ein familientaugliches Line up auf der Beine und die Bühne stellen. Dazu zählen neben Bands und hoffentlich auch Comedians auch Kinderschminken und die Wahl der Miss KTV. Daneben möchten wir natürlich auch, dass sich Künstler, aber auch Läden der KTV mit Ständen präsentieren."
Den Übergang zum gemütlichen Beisammensein mit Freunden sollen möglichst einige Djs mit Balkanbeats und ähnlichem musikalisch untermalen. Doch die Vorbereitung und Planung hierfür ist natürlich längst noch nicht abgeschlossen. Schließlich sind 10 Wochen Vorbereitung nicht wirklich viel Zeit, zumal sich die KTVLenze auch nur in ihrer Freizeit darum kümmern können. Dementsprechend gebührt den jungen Leuten Respekt für ihr Engagement, schließlich haben sie eben kein halbes Jahr Zeit und keine 15 Jahre Erfahrung, wie es bei der Geschichtswerkstatt der Fall war. Dort beobachtet man den Neuanfang für das KTV-Fest gespannt. Angrit Lorenzen-Schmidt: "Wir begrüßen es grundsätzlich, wenn etwas aus der KTV heraus entsteht und hatten auch schon Kontakt mit den KTVLenzen. Natürlich steht und fällt alles mit der Zeit, die bereit ist zu investieren. Angesichts dessen, dass wir ein halbes Jahr für Vorbereitungen verwandt haben, bin ich skeptisch, ob es realistisch ist, den Termin zu halten. Aber die Tatsache, dass die jungen Leute das KTV-Fest fortführen wollen, empfinden wir auch als Kompliment für die Arbeit, die wir in den letzten 15 Jahren ins "blaumachen" gesteckt haben. Trotzdem dürfen die KTVLenze diesen Namen nicht verwenden. Dieser ist nämlich geschützt."
Auch beim Großmarkt Rostock beobachtet man die neue Entwicklung interessiert. "Sobald es um mehr geht, als um die Organisation der Party am Abend, sind wir natürlich gesprächsbereit, so Geschäftsführer Jörg Vogt.
Wie es im nächsten Jahr weitergeht mit dem KTV-Fest steht noch in den Sternen.
"Wir würden uns freuen, wenn es den Leuten dieses Jahr auch in der abgespeckten Variante gefällt. Vielleicht kann man es dann 2013 wieder größer und an verschiedenen Ecken der KTV veranstalten. Und wenn es dann noch zu einer Kooperation mit den Kneipen und Klubs käme, damit die Gäste später dorthin abwandern, wären doch allen Seiten geholfen."
Wir finden es toll, dass das KTV-Fest dieses Jahr mal von jungen Leuten organisiert wird und wünschen den KTVLenzen viel Erfolg!

CHRISTIAN RUTSATZ


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