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A WALK IN THE PARK

A WALK IN THE PARK

Sep 12

Eines der interessantesten Projekte Rostocker Bautätigkeit der Nachwendezeit steht neun Jahre nach seiner Initiierung und 13 Monate nach dem ersten Spatenstich vor seiner Vollendung. Am 8. September wird das Darwineum im Rostcker Zoo feierlich und höchstwahrscheinlich mit großem Auflauf hoher Tiere eröffnet.

Als wir im August erfuhren, dass Ministerpräsident Erwin Sellering zwei Wochen vor der offiziellen Eröffnung zum Rundgang durch die neue Attraktion des Zoos geladen wurde, dachten wir uns, dass die Leser des 0381-Magazins die selben Privilegien genießen dürfen sollen, wie sie der Landesvater innehat. Also fragten wir beim Rostocker Zoo an und erhielten prompt die Bestätigung, dass wir selbstverständlich eine Führung durch das Darwineum bekommen würden.
Und so reisten wir an einem sonnigen Freitagmorgen zum Zoo-Verwaltungsgebäude in der Rennbahnallee, wo uns Katharina Jacobi schon erwartete. Frau Jacobi arbeitet schon seit 30 Jahren als Landschaftsarchitektin in Rostocks Tierpark und gehört somit zu denjenigen, die schon seit der Planungsphase am Projekt Darwineum beteiligt sind.
Wann genau diese begann, wird Zoodirektor Udo Nagel wohl in seinen Memoiren verraten. Fest steht jedoch, dass im Jahr 2003 die Aktion "Schaffen für die Affen" ins Leben gerufen wurde.
Zunächst war der Bau eines neuen Affenhauses das Ziel dieser Spendenaktion. Im Rahmen der Klassiknacht wurde das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt und gewann schnell viele Freunde und Förderer. So radelten Jahr für Jahr zahlreiche Zoo-Freunde unter dem sich reimenden Motto für den guten Zweck und sammelten dabei Spenden ein. Diese waren auch notwendig, schließlich genossen die Menschenaffen im Rostocker Zoo zwar erstklassige Pflege und erfreuten sich der großen Aufmerksamkeit des Publikum, dass seine nächsten Verwandten nur zu gerne beim rumsitzen, -toben oder -hängen beobachtete, doch ihre Unterbringung ließ schon seit längerem zu wünschen übrig.
Der Spendenfluss hätte den Neubau eines Affenhauses binnen 10 Jahren sicherlich möglich gemacht. Doch der Zoo sollte mehr sein, als ein Park mit Tieren. "Wir sehen uns als museale Ausstellung in der Natur mit Tieren," sagt Katharina Jacobi, "Edutainment ist unser Metier. Unsere Besucher sollen sich in unserem Zoo wohlfühlen, aber auch etwas mitnehmen. So entstand die Idee zum Darwineum. Hier können die Besucher in einer modernen Zoo-Anlage, die ihresgleichen sucht, die Tiere optimal beobachten und gleichzeitig noch etwas lernen."
Der Name Darwineum macht kein großes Geheimnis daraus, dass es um die Evolution gehen wird.
Unser Besuch fällt in die heiße Phase kurz vor Abschluss der Bauarbeiten. Zahlreiche Gewerke arbeiten parallel, um pünktlich zum avisierten Termin fertig zu sein. Und obwohl das Areal noch eher einer Baustelle, denn einer Bildungsstätte ähnelt, gewinnen wir einen Eindruck dessen, was die Besucher ab dem 8. September erwartet.
Bevor es in die 17 Meter hohe folienkissenüberdachte Halle geht, in der sich die Gorillas, Orang Utans und Kleinaffen fantastisch beobachten lassen, durchquert man im selbstgewählten Tempo die Erdgeschichte. Deren verschiedene Stadien werden in ebenso liebevoll, wie wissenschaftlich unterhaltsam gestalteten Räumen präsentiert. Dabei trifft man auf Zeitzeugen der einzelnen Erdzeitalter. Einige von ihnen, die den Sprung in die Gegenwart nicht geschafft haben (z.B. Dinosaurier) sind aus Pappmaché, andere, wie das Axolotl, der Schnabeligel und die Schlammspringer werden "persönlich", live und in Farbe zu bewundern sein. Dabei hat der Besucher die Wahl, ob er sich vom excellent geschulten Personal durch die Evolution führen läßt oder die Reise interaktiv selbst gestalten möchte. "Diese Einrichtung ist wohl einzigartig und ideal für Schulklassen, für die wir natürlich auch ein spezielles Angebot entwickelt haben," sagt Frau Jacobi. Doch bevor es am 8. September losgeht, haben die Mitarbeiter der verschiedenen Handwerksbetriebe noch eine Menge Arbeit vor sich. Neben dem interaktiven Panel, warten unter anderem noch zwei Aquarien mit einem künstlichen Korallenriff auf ihre Fertigstellung.
Wir betreten nun das eigentliche Affenhaus und sind schon mal äußerst beeindruckt von der Dimension. Unsere tierischen Verwandten können sich auf riesiges Stück Dschungel als neue Heimat freuen. Bäume, Sträucher und Dutzende weitere tropische Pflanzen verwandeln den äußerlich unspektakulären Bau in ein Paradies für Einwohner und Besucher. Während unserer Visite sind zahlreiche Gärtner damit beschäftigt, die neue Umgebung für die Affen noch paradiesischer zu gestalten. Und weil die Affenbande ja nicht zu Stubenhockern verkommen soll, haben die Macher vom Rostocker Zoo ein Außengelände hingezaubert, von dem die Affen und die Besucher anderer Zoos nur träumen können. Wassergräben, Brücken und Klettermöglichkeiten aller Art wurden installiert. Doch Frau Jacobi weist daraufhin, dass bei allen Bautätigkeiten darauf geachtet wurde, dass die Neuigkeiten sich möglichst harmonisch in die Gegebenheiten einfügen. "Die Parkanlage macht unseren Zoo so einzigartig. Dies wollten wir trotz des Neubaus nicht aufgeben."
Die noch ausstehende Arbeit bis zur festlichen Eröffnung bereitet wohl nicht nur Katharina Jacobi schlaflose Nächte. Doch die engagierte Landschaftsarchitektin hat ein gutes Rezept dagegen: "Wenn mir der näherrückende Termin den Schlaf raubt, stehe ich auf und bügele. Das beruhigt mich ."

CHRISTIAN RUTSATZ


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