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Jörg Peters – Alles, nur nicht 08/15

Jörg Peters – Alles, nur nicht 08/15

Aug 13

Es gibt einen Grund, sich auf den Herbst zu freuen. Jedenfalls, wenn man auf Kick-ass-Rock’n’Roll steht …

Es gibt einen Grund, sich auf den Herbst zu freuen. Jedenfalls wenn man auf Kick-ass-Rock’n’Roll steht. Ende September – wenn also der Rostocker Sommer 2013 ganz langsam in die letzte Kurve einzulaufen beginnt – bringen die TRICKY LOBSTERS ihr neues Album heraus. Die Mannen um Frontmann und Stimme Grauper haben sich Zeit gelassen. Vier Jahre sind ins Land gezogen, seit dem letzten Release. Nun ja, die Herren sind ja nicht mehr die jüngsten. Keiner unter 40. Aber hey, auch keiner über 50. Mit 41 Jahren auf dem nicht vorhandenen Buckel, ist Jörg Peters der jüngste "Hummer". "Tja, dann bin ich wohl das Nesthäkchen", sagt "Jörger", wie er wohl überall und von fast jedem genannt, und muss dabei schmunzeln. Vielleicht muss auch er bei dem Begriff an die gleichnamige 80er Jahre-Weihnachtsserie denken. Wahrscheinlich nicht, schließlich hat der Drummer von Rostocks wohl bekanntestem Rock-Export in dieser Dekade besseres zu tun gehabt, als fernzusehen. Schule zum Beispiel. Nachdem Jörg Peters 1978 in die 46. POS "German Titov" (spannender Typ, den zu googlen sich lohnt!) eingeschult wurde, stellte sich bald heraus, dass der Junge ein Talent für Sprachen hat, weshalb er schon wenig später an die Herder-Schule in die Russisch-Klasse delegiert wurde. Da begannen dann auch schon die 80er Jahre, die viel Furchtbares, aber auch viel Gutes mit sich brachten.  Der junge Jörger entschied sich für die guten Sachen und ließ Bands wie The Cure, Depeche Mode und The Cult musikalisch auf sich wirken.  Bands, zu deren Konzerten er auch heute noch gehen würde.
Nach der 10. Klasse ging es dann erstmal in die Lehre. Und da diese Jahre ja keine Herrenjahre sein dürfen, beschritt Peters dann einen der weniger leichten Wege. Um eine Lehre als Mess- und Regelungstechniker machen zu können, wurde Peters 1988 Azubi im VEB Starkstrom- und Anlagenbau. In Cottbus! "Ja, das war so furchtbar, wie es klingt. Heute ist es da ja bestimmt auch okay, aber damals war es eine echt harte Zeit für mich. Weg von zuhause. Aber ich bin natürlich jedes Wochenende hoch gefahren. Klar, dass diese Zeit mich geprägt hat. So bin ich früh selbständig geworden," erzählt er. Und schiebt grinsend nach: "Aber erwachsen? Wer weiß..."
Auf jeden Fall hatte Jörger zu diesem Zeitpunkt schon das begonnen, womit er nun schon seit 25 Jahren aus Rostock kaum wegzudenken ist: Musik zu machen.
"Die ekligen Fische", so ein typischer 80er Bandname, der vor Nihilismus und Unangepasstheit troff, war seine erste Combo. Der Name änderte sich bald. Das heißt, eigentlich wurde er nur englisch. VICIOUS FISHES waren keine Angler-Band, sondern machten sich schnell einen Namen und hatten eine echte Fan-Gemeinde, die stets in großer Anzahl zu den legendär gewordenen Konzerten z.B. in der "Kiste" oder als Nach-Band der SKEPTIKER in die MENSA pilgerte.
Seinen echten Durchbruch als Musiker hatte Jörger dann an der Seite von René "Scholle" Scholz bei KILLED ON X-MAS. Zwischen 1993 und 2000 erschienen drei Alben, mit denen die Bands mehr als Achtungserfolge erzielte. "Wir hatten einen Platten-Vertrag und eine Konzertagentur und waren auch richtig gut unterwegs.. Es war ne coole Zeit mit vielen Gigs, auch im Ausland."
2000 ging Jörger dann zu den TRICKY LOBSTERS, seiner zweiten großen Liebe, wie er sagt. Musikalisch! Der dort gespielte Mix aus Punk und Hardrock kam gut an. Auch bei der Jury eines Contests. Dies bescherte den "Jungs" den "Jägermeister Band Support". Dies bedeute eine Tour mit einem echten Rockstar-Nightliner zu einem Konzert vor 8000 Zuschauern in Braunschweig. Doch Peters wirkt nicht nur aktiv in der Rostocker Musikszene mit, sondern auch...proaktiv.
Von 1995 bis 2001 war Jörger Booker vom MAU-Club. "Eigentlich habe ich schon seit 1994 Bands für’s MAU gebucht. Aber ein richtiger Job wurde es erst ein Jahr später mit den Vorbereitungen der Neueröffnung im Stadthafen. Als wir am 1. Juni 1996 aufmachten, präsentierten wir dem Publikum einen Mix aus lokalen und internationalen Acts."

ES FOLGTEN LEGENDÄRE KONZERTE SO GROSSER NAMEN WIE HELMET, BIOHAZARD, NEW MODEL ARMY UND PHILIP BOA

"Wir haben uns damals voll auf Konzerte konzentriert. So, wie es auch heute ist. Eine Disco konnte erst mein Nachfolger Frank Berger etablieren."
Um das Jahr 2000 herum bemerkte Peters dann, wie eine gewisse Routine in seinen Job einzog. "Ich hatte immer das Vertrauen des Vereins, aber es haben auch nicht alle Dinge, die ich organisierte, geklappt." Deshalb verabschiedete er sich dann 2001 aus dem MAU und ging mit der Gründung des eigenen BLUE HOSPITAL LABELS in die Selbständigkeit.
Diese beschränkte sich natürlich nicht darauf, ein Studio zu betreiben. Vor allem als Tontechniker machte Peters sich nun einen Namen. Diese Tätigkeit brachte ihm viele Tausend Kilometer auf den Tacho. Aber auch an exotische Orte. Über Technik-Jobs am Theater ergab sich die Möglichkeit, zwei Mal als Techniker auf  der AIDA mitzufahren. "So kam ich nach Asien und in die Karibik und fuhr zweimal mehrere Monate zur See. Es war ein Full Time Job, jeden Tag eine Show mitzuproduzieren und für Wartung und Pflege des Equipments verantwortlich zu sein. Und obwohl Musicals natürlich privat nicht so richtig meine Welt sind, war es sehr spannend zu erleben, auf welch hohem professionellen Niveau dort von allen Beteiligten gearbeitet wird.  Dies war auch für mich eine große Herausforderung. Aber es hat sich gelohnt, da sich dieser Job gut in meiner Vita macht und sich sicher auch positiv für meinen jetzigen Job auswirkte."
Dieser ist ein ziemlich besonderer und vor allem einer den nicht jeder machen kann.
Er ist Tontechniker. "Na und?" höre ich hier schon die ungeduldigen Leser fragen. Doch anstatt die Gigs von Bands aller Couleur vorzubereiten, arbeitet Jörg Peters mit einer Handvoll Kollegen an der Vinylschneidmaschine bei OPTIMAL MEDIA in Röbel. Die Firma ist einer der größten Multimedia-Produzenten Europas und bietet Full Service für Plattenfirmen. An einer Schneidanlage, der VMS80, nutzt Peters seine Kenntnisse und Erfahrungen als Tontechniker um die Matrize – also sozusagen die "Mutter" – für die Produktion von Schallplatten zu schneiden. Plattenfirmen und Bands aus der ganzen Band folgen dem guten Ruf der Firma. "Hier kommt es weniger auf das Gehör an, als auf die Kenntnis physikalischer Prozesse. Und ganz wichtig ist Erfahrung. Da ich den Job erst seit zwei Monaten mache, sammle ich diese natürlich noch. Der Job ist ziemlich anspruchsvoll, aber es ist eben ein Job."
Sein Herz gehört natürlich seiner Familie mit den beiden Kindern, die sich zwar für Musik interessieren und auch die Bandkollegen von den TRICKY LOBSTERS kennen, aber diese beiden Komponenten noch nicht so recht zusammengefügt haben. Und natürlich eben jener Band, mit der Jörg Peters das neue Album "The Blue Hospital Conspiracy" im Peter-Weiss-Haus aufgenommen hat. "Der Titel ist eine Reminiszenz an unser Studio, das für uns alle unser zweites Wohnzimmer ist," erklärt Peters und führt fort, "Ich war als Teenager zur Disco im HdF. Als ich dann kurz nach der Wiedereröffnung mal im Großen Saal stand und die Akustik testete, stand für mich fest, dass wir hier aufnehmen müssen."
Was dabei herausgekommen ist, erfahren die LOBSTERS-Fans ab 28. September.
Jörger verrät nur so viel: "Es ist ein Mix aus Hardrock, Stoner und Rock’n’Roll geworden. Dazu kommen noch Melodie und ein wenig Melancholie. Alles, nur kein glattgebügelter 08/15-Rock." Na denn: Rock on! Yeah!

CHRISTIAN RUTSATZ


1 Kommentar zu „Jörg Peters – Alles, nur nicht 08/15”


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