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Literatur

IMMEER: EIN DEBUT ÜBER DAS ENDE

IMMEER: EIN DEBUT ÜBER DAS ENDE

Nov 13

Im August dieses Jahres erschien der Roman IMMEER von Henriettte Vásárhelyi im Handel. Für ihr Debut-Werk erhielt sie Ende Oktober eine Nominierung für den Schweizer Buchpreis. Im Gespräch mit dem 0381-Magazin erklärt die in Rostock aufgewachsene Autorin die Entstehung von IMMEER, ihre Motivation, Schritstellerin zu werden und ihr Verhältnis zu Rostock.

0381-MAGAZIN: Im August erschien Ihr erster Roman "immeer", der vom Abschied vom Leben und dem Umgang mit dem Tod und mit dem Sterbenden handelt. Dass dieses Werk Autobiografisches enthält, scheint klar. Wie viel Fiktion steckt in Ihrem Buch? Und wie lange dauerte der Entstehungsprozess?
Henriette Vásárhelyi: Den Text immeer habe ich geschrieben, er ist also aus mir gekommen. Diese Geschichte habe ich aber nicht erlebt. Ich musste schon einige Male Abschied nehmen von Freunden. Das hat mich sicher dazu gebracht, dieses Buch zu schreiben, aber wie Autobiografie und Fiktion im Text nun sauber voneinander zu trennen sind, kann ich nicht sagen. Vielleicht kann ich sagen, die Themen haben sich mir aufgedrängt, da habe ich auch aus Erfahrungen gefischt. Das Ergebnis ist im besten Fall Literatur.

0381-MAGAZIN: Sie haben am Literaturinstitut in Leipzig studiert, vorher jedoch etwas völlig anderes gelernt. Wann und warum haben Sie angefangen zu schreiben und wann beschlossen Sie, Schriftstellerin zu werden?
Vásárhelyi: Ich schreibe, seit ich es kann. Geschichten, Tagebücher, Notizen. Am Ende meiner Ausbildung zur IT-Systemkauffrau habe ich gesucht, was ich tun kann, damit ich nicht in diesem Beruf arbeiten muss. Ich wusste, dass ich das nicht wollte. Da habe ich das Literaturinstitut entdeckt und verstanden, dass Schriftstellerin eine echte Berufsbezeichnung ist. Vorher war mir nie bewusst, dass ich das machen könnte, dass ich schreiben könnte, und versuchen, davon zu leben. Dann hat sich vieles geändert.

0381-MAGAZIN: Das dominierende Motiv Ihres Roman, aber auch vorheriger Arbeiten ist der Tod. Ist dieses Thema auch abseits Ihrer eigenen Erfahrungen für Sie interessant?
Vásárhelyi: Die Frage verstehe ich nicht. Probesterben hobbymässig?

0381-MAGAZIN: Gemeint ist, ob Sie der Tod als literarisches Motiv interessiert, da man sich ihm wissenschaftlich, emotional und auch religiös annähern kann. Und ob er in Ihren zukünftigen Werken auch so eine dominante Rolle einnehmen wird?
Vásárhelyi: Nein, mich interessiert er nicht als literarisches Motiv. Mich interessiert auch der Tod sonst nicht, eher die Menschen, die gehen und die, die zurückbleiben. Es geht um Beziehung. Ich weiß zwar, dass in vielen meiner Arbeiten der Tod oder das Sterben durchschimmert, dennoch würde ich immer sagen, dass meine Arbeit Erinnerungen umkreist. Was Erinnerung ist, wie sie sich verhält zu bestimmten Momenten, sich entwickelt, wie genau sie ist, sein kann, was sich in ihr zeigt. Abschied ist eben ein starker Moment, von dem aus man erinnert.
In meinem neuen längeren Text dreht sich alles um das Erinnern, aber zwei neue Erzählungen, die in diesen Tagen veröffentlicht werden (eine in Weisz Auf Schwarz in Rostock, "Mein Hunger, dein Himmel.") sind eher politische Beobachtungen. Das würde ich auch immer wollen, auch wenn es in immeer nicht zum Zuge kommt, dass meine Arbeiten nicht nur die Innerlichkeit der Figuren umkreisen.

0381-MAGAZIN: Wie begegnen Ihnen Mitmenschen, Kollegen und Kommilitonen, wenn diese von Ihren Erfolgen erfahren?
Vásárhelyi: Es ist alles ganz ruhig, alle sind sehr freundlich, kann aber auch andere Gründe haben. Die meisten Menschen wissen ja gar nichts davon.

0381-MAGAZIN: Sie sind in Berlin geboren, in Rostock aufgewachsen, haben in Leipzig studiert, leben jetzt in der Schweiz. Ihr Name ist ungarisch und Sie engagieren sich gegen ein Bergbau-Projekt in Rumänien. Was bedeutet der Begriff Heimat für Sie? Und welche Rolle spielt Rostock heute in Ihrem Leben?
Vásárhelyi: Das Engagement für Rosia Montana liegt bei meinem Bruder Joachim Cotaru, der in Siebenbürgen lebt. Ich interessiere mich dafür, weil ich hoffe, dass große Konzerne die Natur einfach so zerstören dürfen und dann mit ihren Gewinnen weiterziehen, wie es in Rosia Montana geschehen wird, wenn die rumänische Bevölkerung es nicht mit ihren Demonstrationen verhindern kann. Rostock ist der Ort, an dem ich die längste Zeit meines Lebens verbracht habe. Rostock ist für mich wie ein Wohnzimmer, manchmal ein wenig zu still und zu aufgeräumt, aber eben sehr vertraut.

0381-MAGAZIN:
Wie planen Sie Ihre Zukunft und haben Sie schon Pläne für ein weiteres Buch?

Vásárhelyi: Ich schreibe und schreibe, wenn ich dazu komme. Seit einem Jahr auch an einem längeren Text. Ich hoffe, ich bekomme ihn zustande und es wird dann auch irgendwann ein Buch werden. 

 

von CHRISTIAN RUTSATZ

 

 


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