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Sport

HOFFNUNG BEI DEN DOLPHINS – ABER WARUM HILFT DER HVMV NICHT?

HOFFNUNG BEI DEN DOLPHINS – ABER WARUM HILFT DER HVMV NICHT?

Jan 14

Im vorletzten Monat hatten wir das Vergnügen, über die positive Entwicklung beim HC Empor Rostock zu berichten. Dort wurde vor etwas mehr als einem Jahr "der Dokter" Rastislav Trtik verpflichtet, der der Mannschaft seit seinem Amtsantritt zu einem unerwarteten Höhenflug verhalf, der zwar aktuell leicht stagniert, dessen Ursachen aber nicht in der mangelnden Qualität, sondern in der fehlenden Quantität zu suchen ist. Doch es gibt auch ein lokales Paralleluniversum zur prosperierenden Empor-Glückseligkeit.

Beim Rostocker HC, speziell bei den Dolphins, die die erste Damen-Mannschaft stellen, regiert derzeit deutlich weniger Euphorie.
Wirtschaftliche Zwänge haben in den letzten Jahren zu einem steten sportlichen Abstieg geführt, der den Verein aktuell in die Niederungen – genauer auf einen Abstiegsplatz – in der 3. Liga Ost der Frauen. Dabei blickt man doch auch im Rostocker Damen-Handballsport auf eine recht ansehnliche Vergangenheit zurück: Ursprünglich waren die Rostocker Handballerinnen ein Teil des SC Empor Rostock und holten in der DDR insgesamt sechs Meistertitel, drei in der Halle und drei auf dem Feld. Außerdem standen sie 1968 im Endspiel des Europapokal der Landesmeister, scheiterten aber mit 11:13 an Zalgiris Kaunas. Den letzten nationalen Titel holten sich die Empor-Handballerinnen im Jahre 1989. Zehn Jahre später, 1999, löste sich die Handball-Abteilung aus wirtschaftlichen Gründen vom Hauptverein SC Empor Rostock und gründete den Handball-Club Empor. Weitere drei Jahre später, 2002, wurden die Handballerinnen inklusive aller Juniorinnenteams aus finanziellen Gründen aus dem HC Empor ausgegliedert und schlossen sich dem PSV Rostock an. Fünf Jahre lang spielte man für diesen Klub, der im Juni 2005 einen Antrag auf Insolvenz einreichte, ehe es 2007/08 zur Gründung der Spielgemeinschaft aus dem PSV und dem neu gegründeten Rostocker HC kam.
Die Dolphins spielten dann noch Jahre in der 2. Bundesliga, bevor es dann in die 3. Liga ging. Die Gründe für diesen Abstieg sind natürlich vielfältiger Natur. Doch der Faktor Geld, bzw. der Mangel an daran spielt eine nicht unwesentliche Rolle. Bis zum Verlust der Zweitligazugehörigkeit hatten die Dolphins einen Kader aus erfahrenen und jungen Spielerinnen mit Perspektive. Von denen ist allerdings nicht viel mehr geblieben, als die Erinnerung. Die meisten der einstigen Hoffnungsträgerinnen verließen den Verein, um sich sportlich oder beruflich oder privat zu verbessern – also aus durchaus nachvollziehbaren Gründen.
Nun, in solchen Situationen hofft man natürlich auf genau zwei Dinge: dass die Talsohle erreicht ist und dass es nun bald wieder aufwärts geht. Um diese Hoffnung zu nähren, muss man auch personelle Veränderungen tätigen. Und so sitzt seit Anfang November eine gute Bekannte auf der Dolphins-Bank. Wobei Ute Lemmel eigentlich viel öfter neben der Trainerbank steht, aber das ist nicht weiter wichtig.

0381-Magazin: Willkommen zurück in Rostock, Frau Lemmel! Wie überrascht waren Sie, als Sie vor zwei Monaten wieder Trainerin der Dolphins wurden?
Ute Lemmel (53, Trainer RHC): Die Überraschung hielt sich schon in Grenzen. Dies liegt natürlich daran, dass ich nie so richtig weg war. Auch während meiner Tätigkeit beim DHB-Nachwuchs blieb ich dem Verein verbunden und arbeitete im Vorstand mit und betreue nun auch schon seit einiger Zeit die Nachwuchsteams des RHC. So war ich also immer auf dem Laufenden und in die Personalentscheidungen einvolviert.

0381-Magazin: Nun ist die Situation alles andere als rosig. Was wollen Sie anders machen als Ihr Vorgänger Lothar Goldschmidt?
Ute Lemmel: Zunächst möchte ich betonen, dass der Trainerwechsel nichts mit der Arbeit meines Vorgängers zu tun hat. Vielmehr war und ist die Situation einfach problematisch. Um Kosten zu sparen, waren der Verein zu Saisonbeginn gezwungen, die 1. und die 2. Mannschaft zusammen zu führen. Dies lief naturgemäß nicht reibungslos ab. Und wenn dann der Erfolg ausbleibt, wächst so ein Team auch nicht gerade schneller zusammen. Der Verein war also in einer Situation, in der sich etwas ändern musste.

0381-Magazin: Und wo setzen Sie jetzt die berühmten Hebel an?
Ute Lemmel: Ich kann auch keine Wunder bewirken. Unser einziges Ziel muss es sein, die Klasse zu halten. Dies ist unabdingbar, um attraktiv für den Nachwuchs zu bleiben. Die Dolphins sind das Aushängeschild im Rostocker Frauenhandball. Es gibt im Juniorenbereich einige Teams in den Rostocker Sportklassen, die unserem Verein in 2 bis 3 Jahren eine tolle Perspektive geben könnten. Wenn wir aber absteigen sollten, würde vieles auf dem Spiel stehen.

0381-Magazin: Ist die Liga denn so stark oder Ihr Team so schwach?
Ute Lemmel: Die Liga ist schon nicht ohne. So spielt z.B. die Reserve der Leipziger Bundesliga-Mannschaft hier mit. Aber wir haben mehr Probleme mit uns. Wenn diese behoben wären, hätten wir es viel leichter. Konkret ist es so, dass unsere Spielerinnen eben nicht hauptsächlich für den Sport leben können, wie es bei Empor sicher teilweise der Fall ist. Meine Mädels müssen ganz normal arbeiten bzw. studieren oder sind in ihrer Ausbildung. Die haben also alle eine Beschäftigung, die sie Vollzeit fordert. Da ist es sicher nicht immer einfach, sich anschließend noch zum Training zu motivieren. Die Frauen machen das alle in ihrer Freizeit. Das erfordert dann also nochmals viel Verständnis vom privaten Umfeld. Mehr als 3 bis 4 Mal Training pro Woche ist da nicht drin.

0381-Magazin: Wer ist leichter zu trainieren: Frauen oder Männer?
Ute Lemmel: Das ist ja mal eine Frage! Sagen wir mal so: Männer und Frauen gehen unterschiedlich mit Kritik um. Bei Männern wird es sicher schneller mal laut und auch im Ton ruppiger. Da wird dann mal rumgebrüllt, aber dann geht es weiter. Bei Frauen geht so etwas oft leiser ab, ist aber dafür nicht so schnell erledigt. So ein "Zickenalarm" kann sich ganz schön hinziehen. Da bin ich natürlich auch gefordert. Ich hatte schon mal überlegt, mir so ein T-Shirt mit der Aufschrift "Zickendompteur" zuzulegen.

0381-Magazin: Und warum tut sich eine renommierte Trainerin wie Sie die Niederungen der 3. Liga an?
Ute Lemmel: Schauen Sie, ich bin seit 1983 im Rostocker Handball aktiv. Seit 1990 betreue ich Frauen-Mannschaften und habe seitdem alle Vereine im Leistungsbereich mitgemacht. Also Empor, den PSV und jetzt den RHC. Und auch als ich beim DHB die Junioren-Nationalmannschaft trainiert habe, habe ich mich hier engagiert. Mir liegt der Handball in dieser Stadt einfach am Herzen. Natürlich bekomme ich recht häufig Angebote, höherklassig und unter besseren finanziellen Rahmenbedingungen zu trainieren. Doch zur Zeit will ich einfach helfen, damit der Frauen-Handball in Rostock eine Zukunft hat. Dabei hat uns die Stadt schon sehr geholfen, als sie für den Handball eine Stadt-Trainerstelle für Empor und uns geschaffen hat. Wenn der Handballverband MV uns ebenso helfen würde, wäre vieles einfacher. Was uns von dieser Seite an Unterstützung fehlt, müssen wir durch Leidenschaft und Improvisation wettmachen.

CHRISTIAN RUTSATZ


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