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ALLE FÜR DEN FCH - SUPTRAS IM INTERVIEW

ALLE FÜR DEN FCH - SUPTRAS IM INTERVIEW

Nov 08
In der jüngeren Vergangenheit hatte der lokale Bundesligist immer mal wieder Probleme mit seinem Anhang und jenen, die sich auch dazu zählen, aber riesigen Bockmist anrichten. Siehe St.Pauli Spiel. Oft wurden im Zuge der Berichterstattung darüber die SUPTRAS aus Rostock erwähnt. Dieser Begriff scheint inzwischen wie ein Damoklesschwert über dem Fußball in Rostock zu schweben. Doch so richtig hat sich offenbar niemand mit dieser Fangruppe beschäftigt. Wir haben uns vorgenommen, dies zu ändern und lassen die Jungs selbst zu Wort kommen.

 

0381: Ihr seid die Suptras. Seid wann gibt es euch, wie setzt ihr euch zusammen (Bildung, Job etc.?) und warum heißt ihr so?

Die Suptras Rostock wurden im August des Jahres 2001 von 2 Personen gegründet um mehr Struktur in die, bis dahin sehr ungeordnete, Fangemeinde des FC Hansa Rostock zu bringen. Die Namensgebung beruht eigentlich auf zwei Namen „Supporter“ und „Ultras“. Diese beiden Bezeichnungen wurden einfach zusammengemixt und schon entstand der Name „Suptras“. Der soweit in Deutschland einzigartig war. Die meisten Gleichgesinnten anderer Vereine nannten sich entweder einfach „Ultras XY“ oder die Gruppe wurde durch Wörter wie „Commando“, „Brigade“ oder „Inferno“ namentlich erweitert. Im Laufe der Zeit ist aus der Gruppe Suptras aber eher eine Ultras Gruppe geworden. Unsere Gruppe setzt sich aus jeder gesellschaftlichen Schicht zusammen. Schüler, Studenten, Arbeitslose, Arbeitnehmer etc.

 

0381: Wie seid ihr organisiert, seid ihr ein Verein o.ä.? Mit welchen Plänen, Zielsetzungen habt ihr euch gegründet?

Organisiert wird sich ausschließlich privat, sprich das Gruppenleben findet zumeist in der Freizeit der jeweiligen Mitglieder statt. Teilweise muss man jedoch feststellen, dass die eigentliche Arbeit zur Nebensächlichkeit geworden ist und man den größeren Teil seiner Zeit dem Hobby Suptras widmet. Für die meisten ist es schon eher Lebensinhalt und Lebensstil geworden denn bloßes Beiwerk. Die Zielsetzung ist denkbar einfach, die bedingungslose Unterstützung des FC Hansa Rostock, Treu dem eigens auferlegten Motto „Alles für den FCH“. Aber immer unter der Berücksichtigung von traditionellen Werten. Das Thema „Ostseestadion“ wäre dabei als ein gutes Beispiel zu nennen! Als Verfechter des ehrlichen und unkommerziellen Fußballs werden wir immer auf Fehlentwicklungen hinweisen. Sicherlich bzw. leider ist Geld im modernen Fußball zu einer der wichtigsten Sachen geworden, doch deswegen seine eigene Seele zu verkaufen kommt für uns nicht in Frage. Es ist für uns unverständlich warum an der Identität des Vereins ständig herumgewerkelt wird. Außerdem haben wir es uns zur Aufgabe gemacht eine feste Größe in der Stadt Rostock zu werden. Dies bezieht sich hauptsächlich auf gesellschaftlich/soziale Gesichtspunkte.


0381: Eure öffentliche Wahrnehmung ist ja zwiegespalten. Es scheint, dass die Leute euch richtig gut oder richtig blöd finden. Interessiert euch das? Und steht bei euch der Fußball oder die Action im Vordergrund?

Ob uns das interessiert kann man gar nicht so genau sagen, das ganze sehen wir auch eher als Zwiespalt. Die Leute die ins Stadion gehen finden uns zum großen Teil sehr gut und empfinden uns als einen wichtigen Bestandteil in der Kurve. Der andere Teil der uns eher negativ sieht sind meistens die Leute, die uns aus ohnehin fragwürdigen Presseartikeln kennen und sich teilweise nie ein eigenes Bild gemacht haben. Leider ist die Lesebereitschaft im Land höher wenn Negativschlagzeilen rund um den Fußball oder gerade rund um den FC Hansa Rostock publiziert werden. Für uns steht eine gewisse Mischung von allem im Vordergrund. Der Fußball ist dabei die Grundvoraussetzung, die von euch erwähnte „Action“ ist teilweise zu relativieren. Als Action verstehen wir, Fussball zu leben, Choreographien im Stadion zu präsentieren, Hansa zu bewahren, Kritik zu äußern, lautstark zu singen. Ultrà als Subkultur in Deutschland wird immer Ecken und Kanten haben mit denen nicht jeder Bürger zurecht kommen wird. Jedoch werden wir immer Dialogbereitschaft signalisieren.


0381: Wie steht ihr zum Fanprojekt und zu anderen Fangruppierungen?

Die erste Frage von uns wäre jetzt, welches Fanprojekt meinst du? Das unter der Leitung von Peter Schmidt oder das neue kommunale Fanprojekt. Zum ersteren kann man sagen, dass dieses eher als kleine Kneipe und Kartenvorverkaufsstelle anzusehen ist. Die Leute „im blauen Haus“ machen sicherlich ganz gute Arbeit, aber in Sachen organisierter Fanbetreuung wurde jahrelang geschlafen. Aus diesem Grund wurde jetzt das kommunale Fanprojekt unter der Leitung von Nico Stroech ins Leben gerufen. Das neue Fanprojekt fasst Themen an die teilweise unbequem sind und auch jahrelang von offizieller Stelle nie in Frage gestellt wurden. Thema z.B. Stadionverbote! Andere Gruppen bzw. Fanclubs gibt es Zahlreiche. Mit vielen haben wir enge Kontakte, gerade durch unseren eigenen Anlaufpunkt, in der Nähe des Stadions, trifft man sich mindestens einmal in der Woche. Als eine Art „Oberfangruppierung“ kann man auch die Fanszene Rostock e.V. ansehen. Dies ist ein ordentlich eingetragener Verein, der sich unter anderem auch um aktive Fanarbeit kümmert. Teilweise arbeitet das neue Fanprojekt eng mit dem Fanszene Rostock e.V. zusammen


0381: Nun sind Auswärtstouren mit dem FC Hansa in den letzten Jahren von unschönen Begleiterscheinungen geprägt (Stendal, Essen, Naestved). Sind diese eine Geschichte voller Missverständnisse oder könnt oder wollt ihr zu diesen Ereignissen Stellung nehmen?

Knallharte Fakten kann man nicht als Missverständnisse werten. Jedoch tun auch die Medien mit ihrem übertriebenen Darstellung so einiges hinzu. Besonders Naestved wurde medial sehr überbewertet. Wir würden es uns aber zu einfach machen den Finger lediglich auf andere zu zeigen. Wie jedem anderen auch unterlaufen uns Fehler. Wir wehren uns jedoch vehement gegen einen Generalverdacht und die pauschale Kriminalisierung der Fanszene und unserer Gruppe.


0381: Aufgrund der erwähnten Ereignisse, die ja auch finanzielle Folgen für den FC Hansa hatten, kam es zu Spannungen zwischen der Fanszene und dem Verein. Wie läuft die Zusammenarbeit mit dem FCH zurzeit, bzw. gibt es eine solche?

Das ist eine schwierig zu beantwortende Frage. Irgendwie kann man nicht mit und auch nicht ohneeinander! Wenn unsere Ecke im Stadion z.B. mal ruhig ist, sind wir gleich schlechte Fans, obwohl wir schweigend auf gewisse Missstände aufmerksam machen wollen. Wenn dahingegen aber Antigesänge gegen z.B. Cottbus oder St. Pauli kommen, sind wir gleichermaßen „Scheiße“! Von daher haben wir uns schon mit der ganzen Thematik abgefunden. Teilweise gibt es auch Gespräche mit Verantwortlichen, aber die Zeiten wie vor 4-5 Jahren wo man gemeinsam am Tisch gesessen hat, sind derzeit nicht gegeben.


0381: In der Vergangenheit gab es wiederholt rassistische Ausfälle bei Heimspielen des FC Hansa (die Asamoah-Verunglimpfungen, die „U-Bahn nach Auschwitz“). Distanziert ihr euch von diesen Dingen und seid ihr politisch?

Fußball ist unserer Meinung ein Spiegelbild der Gesellschaft und von daher ist auch in Rostock aus jeder Schicht, egal ob politisch oder gesellschaftlich, alles vertreten. Allgemein betrachtet hat Politik jeglicher Art im Stadion nichts zu suchen! Die einzige Politik im Ostseestadion sollte „Hansa Rostock“ heißen.


0381: In den 90er Jahren gab es ja eine aktive und berüchtigte Hooliganszene in Rostock. Viele sehen in den Suptras eine Art Nachfolgegruppierung. Stimmt das oder wehrt ihr euch dagegen?

Das nehmen wir mit einem Schmunzeln auf, da ihr gerade Äpfel mit Birnen vergleicht. Von daher muss man sich dazu auch nicht weiter äußern!?


0381: Geht man durch Rostocks Straßen, so kann man euren „Drang“ zur Gestaltung erkennen. Wie wichtig sind Choreographien und Graffitis für euch, und wie Zeit aufwändig ist es eigentlich, Suptra zu sein?

Wie schon anfangs erwähnt sind Choreographien ein probates Mittel um das aktive Fanleben im Stadion bunter und erlebnisreicher zu gestalten. Auch ist es eine Art Ausdrucksmittel für besondere Anlässe. (Tod von Wolgang Holz, 7 Jahre Geburtstag Suptras etc.) Graffitis gehören sicherlich auch zur Ultrasubkultur und sind als ständiges Lebenszeichen dieser zu werten. Nicht jedes Graffiti bei dem „Hansa Rostock“ zu lesen ist, findet man schön, aber in dem Fall steht auch die Aussage im Vordergrund. In der Stadt Rostock in Mecklenburg Vorpommern und auch über die Landesgrenzen hinaus wird Hansa Rostock gelebt. Der Zeitaufwand wird bereits in Frage 2 beschrieben. Es ist tatsächlich so dass das Gruppenleben und der FC Hansa bei vielen das Denken mitbestimmt.


0381: Wie wird man eigentlich Suptra. Gibt es Aufnahmerituale, oder seid ihr ein verschworener Haufen ohne personelle Fluktuation?

Suptra ist man oder nicht, zumeist durch sein Streben die Fangemeinde des FC Hansa Rostock voran zu treiben. Sicherlich kommen und gehen einzelne Personen, doch ein gewisser Stamm von Leuten hat sich über Jahre etabliert. Man versteht sich als Bekannten- und Freundeskreis, die sich auch manchmal ordentlich die Meinung sagen. Doch insgesamt steht man schon zueinander. Das Ziel verbindet uns miteinander! Aufnahmerituale gibt es überraschenderweise nicht. Jedoch werden wir darüber nachdenken jedem Frischling die Brust mit Wachs zu enthaaren.



Christian Rutzatz

45 Kommentare zu „ALLE FÜR DEN FCH - SUPTRAS IM INTERVIEW”


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