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Grünes Studierzimmer im Zoo für künftige Biologie-Lehrer

Grünes Studierzimmer im Zoo für künftige Biologie-Lehrer

Mrz 17
Uni Rostock ist Gastgeberin der internationalen Frühjahrsschule

Eine enge Theorie-Praxis-Verzahnung für künftige Biologie-Lehrerinnen und Lehrer hält Professorin Carolin-Retzlaff-Fürst vom  Institut für Biowissenschaften der Universität Rostock für unverzichtbar. Die Wissenschaftlerin ist in diesem Jahr vom 20. bis 23. März Gastgeberin der 19. Internationalen Frühjahrsschule der Fachsektion Didaktik  Biologie. Die jährlich stattfindende Tagung wurde 1998 gegründet und fand bereits 2002 in Rostock statt. Fachdidaktik als die „Kunst“ des Lehrens und Lernens ist eine zentrale Disziplin der Pädagogik. Und darum geht es auch bei der Frühjahrsschule. 
 
Professorin Retzlaff-Fürst hängt die Trauben für ihre Studierenden, also künftige Biologie-Lehrerinnen und Lehrer, hoch. „Wir gehen zur Biologie-Didaktik-Ausbildung unter anderem auch in den Rostocker Zoo“. Außerschulische Lernorte in den Unterricht einbeziehen, um sich in authentischen Situationen und vielfältigen Lernumgebungen Wissen anzueignen, das sei die hohe Schule. Thematisch sei die Evolution ein wichtiges Thema im Unterricht. Dazu würden künftige Lehrerinnen und Lehrer im Darwineum des Zoos gute Antworten finden.

„Jedes Jahr besuchen mehr als 10  000 Schüler kostenfrei den Zoo, indem sie die Angebote der Zooschule nutzen“, sagte Zoodirektor Udo Nagel. Er ist ein guter Ort zum Staunen, Forschen und Verstehen, so wird der Zoo zum ´grünen Studierzimmer´". Gerade im Darwineum lasse sich die Entwicklung des Lebens vom winzigen Einzeller zum modernen Zweibeiner als spannendes Abenteuer begreifen. Anhand von Wissenstafeln, multimedialen Angeboten, Kojen mit lebenden Tieren, mit Exponaten zum Anfassen lernen die Schüler mit allen Sinnen, das macht den Unterricht zu etwas Besonderem.
 
Welch unbändige Kraft hinter der Evolution stecke, diese Erkenntnis fasziniere nicht nur die Schüler, sagte der Zoodirektor. „Bei uns sitzen eben auch Lehrer gern noch einmal auf der Schulbank.“ So gibt es jährlich zur Winterakademie, die die Zoopädagogin Brunhild Konradt seit mehreren Jahren organisiert und durchführt, regelmäßig mehr Anmeldungen als Plätze, wie Nagel betonte. Die Lehrer erhalten Hintergrundwissen, aber auch ganz praktische didaktische Tipps, wie sich Themen rund um die Evolution spannend im Unterricht umsetzen lassen. „Ein Zoobesuch gehört dann natürlich dazu“, sagte Nagel. 

Professorin Retzlaff-Fürst ist auch Direktorin des landesweiten Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung in Mecklenburg-Vorpommern und plädiert mit Leidenschaft dafür, dass die Studierenden gemeinsam mit den Dozierenden den Unterricht praxisorientiert vorbereiten, durchführen und auch auswerten. Das werde in kleinen Gruppen von fünf Studierenden an der Uni Rostock praktiziert. „Nur unterrichten, das bringt nichts. Es muss tiefgründig reflektiert werden, was im Unterricht passiert ist und warum", betont die Wissenschaftlerin.
 
In diesem Jahr treffen sich etwa 100 Doktorandinnen und Doktoranden aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und der Türkei und stellen ihre Forschungsarbeiten während der Frühjahrsschule in Rostock vor. Diese Forschungsarbeiten sind ein wichtiger Schritt, um zu verstehen wie Schülerinnen und Schüler Biologie-lernen und wie Lehrerinnen und Lehrer Unterricht besser, das heißt „lernfreundlicher“ gestalten können. 
 
Marlen Grimm, Doktorandin der Uni Rostock, promoviert  mit dem Thema „Heterogenität und Inklusion im Biologieunterricht". Darüber wird die 28-Jährige auf der Frühjahrsschule sprechen. Sie  untersucht, wie sich Biologieunterricht so gestalten lässt, dass er den gemeinsamen Grundbedürfnissen aller Schülerinnen und Schüler gerecht wird. „Egal ob behindert oder nicht, ob mit oder ohne Migrationshintergrund, ob jung oder alt, im Grunde haben alle Menschen die gleichen Grundbedürfnisse: nach Autonomieerleben, Kompetenzerleben und sozialer Eingebundenheit“, hat die 28-Jährige erfahren. Ziel sei es, ein konkretes Unterrichtskonzept mit didaktischem Lernmaterial zu entwickeln, das Biologie-Lehrerinnen und Lehrern helfen kann, die „Herausforderung Inklusion“ professionell(er) zu meistern und die Chancen heterogener Lerngruppen zu erkennen und produktiv zu nutzen. Marlen Grimm hat in Rostock Biologie und Sport für Lehramt studiert. Die in Meißen aufgewachsene  Wissenschaftlerin absolvierte ihr Referendariat an der Europaschule Rövershagen und sammelte dort zwei Jahre praktische Erfahrungen als Klassenlehrerin. Jetzt promoviert Marlen Grimm, die die Ostsee liebt, an der Uni Rostock. „Mir geht es nicht um den Doktortitel, das Thema interessiert mich sehr“, begründet die junge Frau den Schritt in die Wissenschaft.
 
Ihr Anspruch lautet: „Fachlich gut sein und das Wissen verständlich vermitteln. Während meines ersten Berufsjahres als  ausgebildete Lehrerin merkte ich sehr schnell, was mir bei den vielen Bauchgefühl-Entscheidungen im turbulenten Lehreralltag fehlt: die pädagogische Reflexion", resümiert Marlen Grimm. „Wenn man während des Unterrichtens den Bedürfnissen aller 25 Schülerinnen und Schülern einer Klasse gerecht zu werden versucht, bleibt wenig Zeit, beim Agieren und Reagieren im Klassenzimmer auf wissenschaftliche Modelle oder Theorien zurückzugreifen." Diese reflektierten Praxiserfahrungen seien aber gerade das, woran man als Lehrer wachse. „Deshalb habe ich mich bereits in meinem ersten Berufsjahr nach Möglichkeiten umgesehen, Theorie und Praxis  besser verknüpfen zu können", sagt die junge Frau.

Durch den Kontakt zur Biologiedidaktik und ein bisschen Zufall und Glück habe sich  im September 2015 die Gelegenheit ergeben, in das BMBF-Projekt "Qualitätsoffensive Lehrer*innenbildung - LEHREN in M-V" einzusteigen und zu promovieren. „Nach der Promotion möchte ich unbedingt wieder zurück in die Schule und das dann möglichst mit einem etwas professionellerem, pädagogisch-didaktischem Bauchgefühl“.

WOLFGANG THIEL

Bild: Professorin Carolin Retzlaff-Fürst ist Direktorin des landesweiten Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung in Mecklenburg-Vorpommern und plädiert mit Leidenschaft dafür, dass die Studierenden gemeinsam mit den Dozierenden den Unterricht praxisorientiert vorbereiten, durchführen und auch auswerten. Foto: Universität Rostock/Thomas Rahr

PM

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