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Kap-Klippschliefer - eine neue Tierart mit biblischer Vergangenheit für den Zoo Rostock

Kap-Klippschliefer - eine neue Tierart mit biblischer Vergangenheit für den Zoo Rostock

Jun 17

Rund 4.000 Tiere in 380 verschiedenen Arten aus aller Welt leben im Rostocker Zoo. Heute haben Zoodirektor Udo Nagel und LOTTO-MV-Geschäftsführerin Barbara Becker fünf neue Bewohner vorgestellt, die erstmals im Rostocker Tierpark zu sehen sind. Dabei handelt es sich um in Südafrika beheimatete Kap-Klippschliefer. Das sind kaninchengroße, murmeltierähnliche Säugetiere, die vor allem in den felsigen Gebieten Südafrikas vorkommen und schon in der Bibel eine Rolle gespielt haben. Ab sofort kann das muntere Quintett in der Außenvoliere am Vogelhaus besucht werden.
Zoodirektor Udo Nagel dankte LOTTO-MV-Geschäftsführerin Barbara Becker für ihr langjähriges Engagement für den Rostocker Zoo und den Tier- und Artenschutz. Seit 2001 unterstützt Lotto MV den Rostocker Zoo, inzwischen als Premiumpartner und Tierpate. Fördermittel der Umweltlotterie flossen beispielsweise in den Ausbau der Anlagen für die Fischotter und Pelikane sowie der Zwergflusspferde. Für die quirligen Erdmännchen fungiert Lotto MV seit vielen Jahren als Tierpate. Von den Klippschliefern ist die Lotto-MV-Geschäftsführerin begeistert. „Die Klippschliefer sind eine sehr spannende Tierart, die der Zoo seinen Besuchern nun nahe bringen kann, unter anderem auch in der Bibelführung. Im Rostocker Zoo gibt es ständig für alle Altersklassen Neues und Wissenswertes zu entdecken", lobte die Lottochefin.

 

 

Mit Elefanten und Seekühen verwandt

Zwei männliche Kap-Klippschliefer kamen am 4. Mai 2017 aus dem Tierpark Hagenbeck in Hamburg und drei männliche Kap-Klippschliefer bereits am 12. April 2017 aus dem Thüringer Zoopark Erfurt nach Rostock. „Diese Unterart der Schliefer lebt ausschließlich in Südafrika und bewohnt vorwiegend Felsformationen", erläuterte Zookuratorin Antje Zimmermann. „Die Tiere werden etwa vier Kilogramm schwer, 45 Zentimeter lang und bis zu sieben Jahre alt."

Wer die kleinen Savannen- und Halbwüstenbewohner zum ersten Mal beobachtet, vermutet nicht selten, eher ein Murmeltier oder ein zu pummeliges Kaninchen zu erblicken. Die Rostocker Neuzugänge besitzen im Oberkiefer verlängerte Schneidezähne, die an Stoßzähne eines Elefanten erinnern. Besonders ausgeprägt sind diese bei den Männchen. Tatsächlich sind die Klippschliefer mit Elefanten und Seekühen verwandt. Analysen des Erbgutes (DNA) haben eindeutig bewiesen, dass die drei Tierarten einen gemeinsamen Vorfahren haben, der vor etwa 80 Millionen Jahren in Afrika lebte. Aufgrund der dann unterschiedlichen Lebensräume haben sich die drei Tierarten gänzlich anders entwickelt.

Die Klippschliefer haben sich im Laufe der Evolution optimal an Felslandschaften angepasst. An den Zehen haben Klippschliefer keine Krallen, sondern hufähnliche Nägel, um besser klettern zu können. Sie können mit ihren Füßen ein Sekret absondern und zusätzlich die Innenseite der Fußsohle einziehen. Durch diesen Vakuumsaugeffekt erklimmen sie äußerst flink auch die die steilsten Klippen.

 

 

Mini-Südafrika am Vogelhaus
In einer 30 Quadratmeter großen Außenvoliere am Vogelhaus im alten Zooteil lebt sich die fünfköpfige Gruppe gerade ein. Für die Klippschliefer hat die Zoomeisterei etliche Fels- und Steinaufbauten sowie schräg liegende Baumstämme und ähnliches Naturmaterial in das Gehege eingebaut. Den Kap-Klippschliefern stehen somit vielfältige Klettermöglichkeiten Verfügung. In diesen felsartigen Strukturen gibt es zwei eingebaute Tierunterkünfte als Ruheplätze, die kälteisoliert, windgeschützt und mit einer Fußbodenheizung ausgestattet sind. Im Winter werden diese Unterkünfte zudem mit einem dicken Heubett ausgestattet.

Des Weiteren gibt es verschiedene Bereiche auf den Felsaufbauten, die ebenfalls mit einer Fußbodenheizung und Wärmelampe ausgestattet sind, sowie ausreichend Rückzugsmöglichkeiten. Das Gehege ist mit Naturboden und Sand gefüllt. Zusätzlich sorgen kleine Geröllflächen für ein naturnahes Umfeld wie in Südafrika. Die tagaktiven Klippschliefer sind dafür bekannt, sich gern und ausgiebig in der Sonne zu aalen.

Sie ernähren sich nach menschlichem Ermessen sehr gesund. Besonders gern knappern sie Löwenzahn. Sie lieben auch frisches Laub und erhalten täglich frische Äste, beispielsweise von der Weide, Himbeere oder Birke. Zusätzlich stehen verschiedene Gemüsesorten und eine Körnermischung auf dem Speiseplan.

 

 

Was hat der Klippschliefer mit der Bibel zu tun?

Das Jahr 2017 steht ganz im Zeichen des 500. Jubiläums der Reformation in Deutschland. Anlässlich des bundesweiten Festjahres gibt es erstmals seit Anfang des Jahres eine tierische Bibelführung im Zoo Rostock, die sich der Tier- und Pflanzenwelt in der Heiligen Schrift widmet. Aber was hat der Klippschliefer mit der Bibel zu tun und warum soll der Neuzuwachs nun Teil der thematischen Führung werden?


Die moderne Forschung geht davon aus, dass mit dem Klippschliefer der mehrfach in der Bibel erwähnte Klippdachs gemeint ist. In der Bibel wird der biblische Klippdachs unter anderem im Psalm 104 als Tier beschrieben, das in den Felsen Zuflucht sucht. Der Klippdachs wird zwar eher als machtloses, schwaches Tier dargestellt, aber seine Weisheit bewundert, mit der er sich in den Felsenkratern zurechtfindet. Auch wenn dies letztlich nicht mehr sicher belegbar sein dürfte, sprechen die Übereinstimmungen der biblischen Schilderungen mit der tatsächlichen Anatomie und Lebensweise des Klippschliefers dafür, dass Klippdachs und Klippschliefer identisch sind. Deshalb wird das neue Revier der Klippschliefer nun auch eine Station in der Zoo-Bibelführung, die von allen Interessenten gebucht werden kann.


PM & Foto: Zoo Rostock/Joachim Kloock

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