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Sarah Linke – Impulse für die Stadt

Sarah Linke – Impulse für die Stadt

Sep 17
Seit 2013 ist Sarah Linke im Amt für Kultur, Denkmalpflege und Museen zuständig für das Stipendienprogramm der Hansestadt und die Kunst im öffentlichen Raum. Für die, die es schon gibt. Und für die, die noch kommen soll.

„Der Pfeil ist heiter und gewagt. Die Gäste in Warnemünde können ihn als Fotomotiv nutzen“, sagt Sarah Linke. „Ich mag ihn sehr.“ Auch deshalb, weil der rote Pfeil auf dem Kirchplatz von Warnemünde das Ergebnis des ersten künstlerischen Wettbewerbes ist, den sie für Rostock organisierte. Als im Jahre 2014 die Idee von Clea Stracke und Verena Seibt realisiert wurde, hatte Sarah Linke sich nach einem Studium der Philosophie und der Kulturwissenschaft in Leipzig gerade in ihren neuen Job in Rostock gestürzt. Sie war überrascht, wie viel Kunst die DDR-Zeit in Rostock hinterlassen hatte. „Besonders in den neuen Stadtvierteln hat man sich Mühe gegeben, die Neubauten mit Brunnen, Wandbildern und Skulpturen aufzuwerten“, stellt sie fest. „Damit haben wir heute einige Probleme. Die sind weniger politischer Natur als vielmehr ganz praktisch: Die urbanen und sozialen Zentren, die man damals plante, werden heute anders genutzt. An einigen Ecken macht sich auch Vandalismus breit.“
Ein Beispiel dafür ist der „Schmarler Landgang“: Als eines der letzten Neubauviertel der DDR bekam Schmarl 1985 dieses Zentrum, damals wurden auch die Keramik-Figuren „Heimkehr des Seemannes“ von Reinhard Dietrich (1932-2015) aufgestellt. „Wir mussten sie kürzlich abbauen und einlagern, sie wurden zunehmend zerstört.“ Wenn der „Schmarler Landgang“ städtebaulich überarbeitet ist, wird auch das restaurierte Kunstwerk wieder errichtet. Von Reinhard Dietrich stammen auch die „Sonnenblumen“ an der Giebelwand des Wohnblocks  in der Mecklenburger Allee, die 1992 als Symbol für die Pogrome von Lichtenhagen traurige Berühmtheit erlangten.
Viele der Kunstwerke aus der Vergangenheit müssen restauriert werden, bei manchen sollte auch über einen neuen Standort nachgedacht werden. Doch es geht voran. 2018 ist das Matrosendenkmal am Kabutzenhof dran. Die Stadt investiert 2, 1 Mio. EUR für die Sanierung und Neugestaltung des gesamten Umfelds und auch die sieben Brunnen „Leben im Wasser“ von Anneliese Zintler am Lichtenhäger Brink. 2019 geht es weiter mit der Restaurierung der Skulpturengruppe „Heimkehr des Seemanns“.
Die  Kunst im öffentlichen Raum Rostocks bietet viel Potential, das noch brachliegt.„Andere Städte gehen mit ihrer Kunst viel offensiver um. Wichtigstes Anliegen muss die  identitätsstiftende Vermittlung und geschichtliche Einordnung sein. So bauen die Bürger auch Beziehungen zu ihren Kunstwerken auf. Interessante Vermittlungsformate sind beispielsweise Stadtkunstrundgänge, über eine APP vermittelt, ein Projekt für die Zukunft, bislang fehlten leider die Kapazitäten. Begonnen wurde vor zwei Jahren mit einem Angebot an Einheimische und Touristen in Warnemünde – „Musik, Kunst und Me(h)er“-ein geführter Rundgang entlang der Kunstwerke, jeweils vermittelt durch künstlerische Darbietungen (Musik, Tanz, Performance), jeweils am ersten Wochenende im Juni. Dieses Format sollte aufgrund der großen Resonanz ausgebaut werden.
Seit Anfang an setzt sich Sarah Linke dafür ein, dass die Kunstwettbewerbe der Stadt den anerkannten Wettbewerbsregeln entsprechen und inhaltlich fundiert vorbereitet werden. Denn dass Kunstwettbewerbe auch schief gehen können, zeigen die „Bewegungsmelder“ vor dem Rostocker Hauptbahnhof. Sie wurden im Jahr 2006 errichtet, seitdem machen sie Probleme, weil die konzipierten sieben „Schaukeln“ wegen der Unfallgefahr durch Stahlseile ge-
sichert werden müssen. „Das entspricht natürlich nicht der ursprünglichen Idee des Werkes“, sagt Sarah Linke. „Aber wir haben derzeit nicht die Mittel, dazu eine Entscheidung zu treffen.“
Sarah Linke hat aber auch genügend Beispiele für erfolgreich durchgeführte Kunstwettbewerbe aufzuweisen: Drei Werke haben im neuen Petriviertel ihren Platz gefunden, das neue Stadtteil- und Begegnungszentrum in Dierkow wurde durch ein partizipatives Kunstprojekt von den Bewohnern mitgestaltet, im Neudierkower Weg, wo im Februar 2004 Mehmet Turgut vom so genannten Nationalsozialistischen Untergrund erschossen wurde, entstand zehn Jahre später ein Erinnerungs-Kunstwerk. An all diesen Projekten für den öffentlichen Raum war Sarah Linke beteiligt, sie hat die Ausschreibungen für die künstlerischen Wettbewerbe verfasst, die Wettbewerbsverfahren organisiert und die Realisierung der Kunstwerke begleitet. „Dabei habe ich immer wieder viel gelernt“, sagt sie.
Auch den neuesten dieser Wettbewerbe hat sie inzwischen erfolgreich abgeschlossen: Das fünfteilige Kunstwerk „Gestern Heute Morgen“ der Rostocker Künstlergruppe SCHAUM erinnert an das Pogrom von Lichtenhagen im August 1992. „Gerade solche Werke der Erinnerungs-Kunst sind spannend: Einerseits müssen sie die Aufgabe erfüllen, an das Versagen der öffentlichen Institutionen und von Teilen der Zivilgesellschaft zu erinnern und die Opfer nicht zu vergessen. Zugleich sollen sie diese konkrete Aufgabe in künstlerischer, origineller Weise umsetzen und ein mutiges Bekenntnis sein“, erläutert Sarah Linke. „Und dann müssen sie noch so konzipiert sein, dass sie über Jahrzehnte Bestand haben und die Menschen emotional und geistig erreichen.“ Sarah Linke lächelt. „Ich glaube, das Preisgericht hat in diesem Fall eine gute Entscheidung getroffen.“

Frank Schlösser
(Bearbeitung: Hansestadt Rostock)

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