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Rostock wählt den Oberbürgermeister – der 0381-Kandidatencheck!

Rostock wählt den Oberbürgermeister – der 0381-Kandidatencheck!

Mai 19

 

Nur noch ein paar Schritte zur Wahl am 26. Mai 2019 …

Nach 14 Jahren Amtszeit endet für den aktuellen OB Roland Methling die Zeit als Stadtoberhaupt. Der potentielle Nachfolger soll am 26. Mai gewählt werden. Acht Männer und eine Frau sind als Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl in Rostock zugelassen worden. Von Politikverdrossenheit ist dieser Tage nicht viel zu spüren. Das Interesse scheint bei den Einwohnern groß zu sein. Vielleicht sorgen die Rostocker auch für eine Überraschung am Wahltag.
Roland Methling – als unabhänniger OB  ohne ein Parteimitgliedschaft – gelang der Wahlerfolg auch überraschend. Sein Wunschkandidat für die OB Nachfolge ist Dr. Dirk Zierau. Zierau arbeitet bereits seit Jahren als Personalchef in der Hansestadt. Aktuell hält sich Dirk Zierau im Wahlkampf noch sehr zurück und es bleibt abzuwarten, ob die Promotionrakete noch  gezündet wird. Sonst wird es für den eher unbekannteren Kandidaten schwer.
Nicht so unbekannt ist ein weiterer OB-Kandidat – Chris Müller-von Wrycz Rekowski. Der amtierende Stellvertretende Bürgermeister und Finanzsenator ist in der breiten Öffenlichkeit bekannt und kann langjährige Erfahrungen im politischen Amt vorweisen. Dazu wird er von der Rostocker SPD unterstützt.
Auch ganz ohne Parteimitgliedschaft geht der Däne Claus Ruhe Madsen in das OB Rennen. Die CDU und FDP unterstützen die Bewerbung des ehemaligen Vorsitzenden der IHK und Inhabers eines Einrichtunghauses. Madsens sympathisch skandinavische Art findet großen Zuspruch und so könnte Rostock die erste deutsche Stadt mit ausländischem Bürgermeister werden.
Möglich wäre weiterhin ein Wahlsieg des Bündnis90/Grünen-Kandidaten Uwe Flachsmeyer. Dem nationalen Trend folgend, wäre es keine große Überraschung, wenn Flachsmeyer in der Universitätsstadt Rostock positiv abschneidet.
Fehlen werden ihm die Wählerstimmen aus den Neubaugebieten. Dort wird sicher Gegenkandidat Steffen Bockhahn, Sozialsenator, seine „linken“ Stammwähler bestens mobilisiert bekommen und somit auch ein heißer Kandidat auf den OB-Posten sein. Der Großteil potentieller Wähler wohnt nun mal in den Neubauvierteln.
Besonders in einem Neubauviertel, in der Südtadt, ist die einzige Kandidatin, Sybille Bachmann äußerst engagiert. Als Einwohnerin in dem Stadtteil hat sie sich dort durch ihre politische Arbeit in den letzten Jahren viel Sympathie erlangt. Auch in Warnemünde konnte sie durch ihre Hartnäckigkeit im Verandenstreit zwischen Einwohnern und der Stadt punkten. Bachmann ist auch Vorsitzende in der Bürgerschaft für Rostocker Bund/Graue/Aufbruch 09.
Nicht unerwähnt bleiben sollen auch noch drei weitere Kandidaten, die aufgrund mangelder Präsenz in der Öffenlichkeit keine Chance haben dürften: Matthias Bräuer, Tom Reimer und Edgar Schulze.


CLAUS RUHE MADSEN
In welchem Stadtteil wohnhaft: Warnemünde
Geburtsstadt: Kopenhagen
Alter: 46 Jahre
Familienstand: verheiratet, 1 Tochter
Hobbys: Radfahren, Handballmädels trainieren
Erlernter Beruf: Abitur, danach Handelsfachwirt
Ausgeübter Beruf: Geschäftsführer Möbel Wikinger
Partei: parteilos

0381-Magazin: Warum sollten die Rostocker Ihnen bei der kommenden Oberbürgermeister-Wahl ihre Stimme geben?
Madsen: Es braucht frischen Wind im Rathaus. Ich werde Rostock mehr gestalten statt nur zu verwalten. Wir leben in einer schönen Stadt, die aber Ecken hat, die im Gestern hängen geblieben sind und es wird Zeit, dass wir uns weiterentwickeln. Rad- und Fußwege, Straßen, Schulen, Sauberkeit. Es gibt genug Arbeit. Rostock soll eine menschenfreundliche Stadt werden, wo die Planung und Entwicklung der Stadt sich nach Bedürfnissen der Bürger/-innen richtet. Ziel ist: Lebensqualität steigern. Durch eine bessere Gestaltung des öffentlichen Raums, der Förderung des Nahverkehrs und Ausbau der Radwege. Niemand darf mehr bei der Stadtplanung vergessen werden – weder Menschen mit Handicap, noch Junge oder Ältere. Dazu gehört eine service-, und lösungsorientierte Verwaltung ebenso wie eine barrierefreie und rücksichtsvolle Entwicklung unserer Stadt.

0381-Magazin: Was können Sie besser, als ihre Mitbewerber?
Madsen: Als Unternehmer weiß ich, wie Verwaltung auf Wirtschaft wirkt, da ich Teil der Wirtschaft bin. Durch jahrelange Erfahrungen habe ich gelernt innovativ zu denken, wirtschaftlich sinnvolle Investitionen zu tätigen und dafür persönlich die Verantwortung zu tragen. Mit meinen Erfahrungen und Kontakten aus der Wirtschaft, werde ich als OB Arbeitsplätze sichern und neue schaffen. Rostock muss in Zukunft als wichtigster Wirtschaftsstandort im Land auch wirtschaftlich kompetent geführt werden. Durch Entscheider, die die Wirtschaft auch wirklich verstehen.

0381-Magazin: Wie wollen Sie während einer möglichen Amtszeit den Kontakt zu den Bürgern pflegen?
Madsen: Ich werde auch zukünftig unterwegs sein in Stadtteilen, Ortsbeiräten, Vereinen und SBZ, um immer ein Ohr direkt vor Ort zu haben und zu hören, was Bürger/-innen bewegt. Damit sich Politik und Bürger besser verstehen, werde ich zusätzlich einmal im Jahr eine Bürgerdebatte im IGA Park abhalten, wo Vereine, Verbände, Politiker, Bürger, Kunst und Kultur zueinander kommen und sich austauschen, was uns bewegt und wo wir uns bewegen sollten.
Ich werde auch eine App ermöglichen, in der Sie sich über aktuelle Themen in unserer Hansestadt informieren und sich gleichzeitig beteiligen zu können.

0381-Magazin: Welche Vorstellungen haben Sie für den öffentlichen Nahverkehr?
Madsen: Der ÖPNV muss attraktiver gestaltet werden. Ich setze mich für einen kostenfreien Nahverkehr zwischen Rostock und Warnemünde in den Monaten Juni bis August ein. Das entspannt die Verkehrssituation in der stark frequentierten Reisezeit im Sommer. Auch für Pendler/-innen müssen Angebote geschaffen werden. Z.B. durch ein günstiges Job-Ticket, unabhängig von Betriebsgröße und Anzahl der Arbeitnehmer, damit der Umstieg vom Auto auf Bus oder Bahn durch eine Kostenersparnis erleichtert wird.
Wir müssen auf nachhaltige Antriebsformen umstellen. Denn egal ob im oder neben dem E-Bus – das Gefühl ist für eine Mutter mit Kinderwagen, einen Radfahrer oder Schulkinder deutlich schöner, als die Abgaswolke von laufenden Busmotoren einzuatmen. Die Umstellung ist sicher teuer, aber wir können es uns nicht leisten, es zu lassen.

0381-Magazin: Wie wollen Sie die Zusammenarbeit von Verwaltung und Politik verbessern?
Madsen: Der Dialog zwischen Bürgerschaft und Verwaltung muss verbessert werden, aber auch zwischen Hansestadt und Landkreis. Das schaffen wir, indem wir unsere Stadt über Parteien und Personen stellen und uns konstruktiv miteinander auseinandersetzen.
Indem wir Herausforderungen, Projekte und Vorhaben auf Augenhöhe gemeinsam angehen um die richtige Entscheidung für Rostock zu treffen.

0381-Magazin: Ihr Vorgänger Roland Methling hat 15 Jahre die Stadt geprägt. Was würde sich nach Ihrer Amtszeit in Rostock geändert haben?
Madsen: Rostock wäre gerechter, grüner, innovativer. Stellen Sie sich vor, Sie gehen in 7 Jahren aus Ihrer Wohnung. Sie sehen keinen Sperrmüllhaufen vor Ihrer Haustür liegen. Sie müssen auch nicht mehr der älteren Dame zuschauen, wie sie ihren Rollator über den kaputten Fußweg schiebt. Dafür sehen Sie Kinder, die mit dem Rad auf den sicheren Radwegen zur Schule fahren. Während Sie auf dem Weg zur Arbeit selbst ins Auto oder E-bus steigen, gibt es auf den Straßen weniger Stau. Viele haben sich mittlerweile entschlossen den Nahverkehr zu nutzen, da sie vergünstigte Jobtickets haben. Nach der Arbeit wollen Sie sich mit Freunden und Familie treffen. Oh je, ganz vergessen den Ausweis verlängern zu lassen. Kein Problem - schnell online erledigt. Da Sie Ihre Zeit nun nicht mit dem Weg und dem Warten in der Behörde verbringen müssen, haben Sie Zeit für Ihre Liebsten. Anstatt über Projekte zu diskutieren, treffen Sie sich bereits im neuen Theater oder in einer unserer neuen Sportstätten um Ihren Verein anzufeuern. Pläne für das Wochenende: Mit den Kleinen auf den Spielplatz am Stadthafen, während die Großen sich auf den belebten Grünflächen im Kubb ausprobieren oder das Open-Air-Kino besuchen.

0381-Magazin: Haben Sie ein politisches Vorbild/Mentor?
Madsen: Mich beeindrucken und inspirieren Menschen, die mit positiver Energie die Welt zu etwas besserem gemacht haben.

0381-Magazin: Ihr Lieblingsplatz in Rostock:
Madsen: Viele. Ich bin gerne am Kirchplatz in Warnemünde. Auch in der Turnhalle am Gerüstbauerring, dort freue ich mich darauf, meine Handballmädels zu trainieren. Ich bin auch gerne entlang der Warnow unterwegs, da ich die Mischung aus Hafen und Stadt sehr mag. Unsere Hansestadt hat viele schöne Orte. Ich möchte, dass in Zukunft noch viele weitere hinzukommen.

0381-Magazin: Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?
Madsen: Seit einiger Zeit liegt da kein Buch, sondern die Nutzungspläne der Hansestadt. Aber nach der Wahl wird dort mit Sicherheit wieder eine Biografie liegen. Die lese ich am liebsten.

Die persönliche Frage:
Herr Madsen, gemäß §8 (1) der Satzung der IHK zu Rostock ist der Präsident auch Sprecher der gewerblichen Wirtschaft im Kammerbezirk. Dieses Amt setzt voraus, die Interessen der Mitglieder zu formulieren. Dabei kann man sich auf wirtschaftliche Themen sicher eher einigen, als auf die gesamte kommunalpolitische Agenda. Wie verträgt sich das mit der Durchsetzung Ihrer ganz persönlichen Interessen ins Rathaus gewählt zu werden? Wäre es nicht ehrlicher, nicht den Beruf, aber doch ein Ehrenamt mit ungleich hoher Medienpräsenz ruhen zu lassen, dass Sie zu politischer Neutralität verpflichtet?
Madsen: Ich habe festgestellt, dass in der Öffentlichkeit meine persönliche Meinung als Kandidat für das Oberbürgermeisteramt zunehmend mit der Position der IHK vermischt wurde. Die Aufgaben in der IHK als Vertreter des Gesamtinteresses der regionalen Wirtschaft sind aber zu wichtig, um weiter eine Vermischung zu dulden. Das Ehrenamt als IHK-Präsident und das Amt des Oberbürgermeisters sind beide jeweils zu bedeutend, als dass sie im OB-Wahlkampf miteinander vermengt werden sollten. Beide Ämter erfordern eine große Verantwortung. Daher habe ich mich am 12. April 2019 mit sofortiger Wirkung von allen IHK-Ämtern zurückgezogen.


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SIBYLLE BACHMANN
In welchem Stadtteil wohnhaft: Südstadt
Geburtsstadt: Rostock, in dem Haus, in dem ich später Geschichte studierte
Alter: 59 Jahre
Familienstand: Single, eine Tochter (Studentin)
Hobbys: Garten, Motorradfahren, Fotografie, Kommunalpolitik
Erlernter Beruf: Diplom-Lateinamerika-wissenschaftlerin/Historikerin, Master of Business Administration (MBA)
Ausgeübter Beruf: wissenschaftliche Mitarbeiterin
Partei: parteilos

0381-Magazin: Warum sollten die Rostocker Ihnen bei der kommenden Oberbürgermeister-Wahl ihre Stimme geben?
Bachmann: Weil bei mir Bürgereinmischung ausdrücklich erwünscht ist und Zukunftskonzepte in offener gesellschaftlicher Diskussion entstehen. Weil Rostock einen neuen Politikstil benötigt, geprägt von Transparenz, Dialog und Teilhabe. Weil ich strategisches Denken mit Beharrlichkeit verbinde, verlässlich bin und mich seit vielen Jahren unverfilzt um konkrete Sorgen und Nöte von Rostocker*innen kümmere. Weil ich sowohl für Klartext als auch Konsensfähigkeit stehe. Weil es nach 800 Jahren Zeit ist für eine Frau als OB!

0381-Magazin: Was können Sie besser als Ihre Mitbewerber?
Bachmann: Weibliche Intuition und Empathie.

0381-Magazin: Wie wollen Sie während einer möglichen Amtszeit den Kontakt zu den Bürgern pflegen?
Bachmann: Mit einem Bürgerforum alle 3 Monate, regelmäßigen Besuchen von Ortsbeiratssitzungen sowie einer/einem Bürgerbeauftragten.

0381-Magazin: Welche Vorstellung haben Sie für den öffentlichen Nahverkehr?
bachmann: Der ÖPNV soll multimodal (Bus, Bahn, Straßenbahn, Fahrrad), kurztaktig und bezahlbar sein. Kurzfristig muss ein 4er-Ticket für die Kurzstrecke her, langfristig ein 365,- EUR-Jahresticket. Für Streckenerweiterungen und neue Fahrzeuge sind die Zuschüsse der Stadt zu erhöhen. Die Verknüpfung mit dem Umland ist zu verbessern, mit einer gemeinsamen Gesellschaft. Stadtplanung hat neue Mobilitätsformen mitzudenken. E-Mobilität setzt sich durch.

0381-Magazin: Wie wollen Sie die Zusammenarbeit von Verwaltung und Politik verbessern?
Bachmann: Durch Arbeit am gegenseitigen Verständnis und Respekt sowie die Nachvollziehbarkeit von Verwaltungshandeln. Voraussetzung sind Transparenz und Ehrlichkeit. Bei Bedarf soll es themenspezifische Workshops geben, die monatliche OB-Runde mit den Fraktionsvorsitzenden ist fortzuführen.

0381-Magazin: Ihr Vorgänger Roland Methling hat 15 Jahre die Stadt geprägt. Was würde sich nach Ihrer Amtszeit in Rostock geändert haben?
Bachmann: Rostock ist Kultur- und Innovationsstadt und gemeinsam mit den Umlandgemeinden eine Zukunftsregion, geprägt von Technologie, Talent und Toleranz, regional verankert und global aufgestellt. Vertrauen inner- und außerhalb der Stadtverwaltung ist selbstverständlich, Problemlösung steht vor Bedenken. Stadtentwicklung wird zur Quartiersgestaltung, mit Arbeiten, Wohnen und Leben im Stadtteil, einer Bildungs- und Sportlandschaft, Kleingärten, Fitnesspfaden und Grillplätzen, erhöhtem eigenen Budget, einem Stadtteiltisch. In der Südstadt gibt es einen neuen städtischen Bildungscampus, in Lütten Klein eine kombinierte Schwimm- und Eishalle, der Zoo hat ein Afrikaneum. Rostock ist wirtschaftlich an die Neue Seidenstraße angeschlossen. Der Warnow-Tunnel ist (fast) mautfrei. Papierkram erledigen die Bürger*innen von zu Hause. Wohnraum ist bezahlbar, Studierende und Azubis haben neue Wohnheime …

0381-Magazin: Haben Sie ein politisches Vorbild/Mentor?
Bachmann: Regine Hildebrandt

0381-Magazin: Ihr Lieblingsplatz in Rostock:
Bachmann: Der Uferweg Gehlsdorf mit Blick auf die Rostocker Innenstadt.

0381-Magazin: Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?
Bachmann: „ZEN und die Kunst ein Motorrad zu warten. Ein Versuch über Werte“ von Robert M. Pirsig

Die persönliche Frage:
Frau Dr. Bachmann, das Thema Theater liegt Ihnen am Herzen. Neubau und Vier-Spartenhaus sind für Sie unverhandelbar. Nun gibt es eine Reihe neuer Theaterbauten, nicht zuletzt in den neuen Bundesländern: Potsdam, Erfurt, Halle, Magdeburg. In Magdeburg gibt es ein Opern- und ein Schauspielhaus, in Halle gleich sieben Spielstätten inkl. Oper und neuem Konzerthaus. Im einzigen kompletten Theaterneubau Deutschlands im 21. Jahrhundert wurden 2003 in Erfurt bereits 149 Mio. Euro verbaut. Heute dürfte der Bedarf bei 200 Mio. EUR liegen. Bereits nach weniger als 15 Jahren sind in Erfurt Sanierungskosten im zweistelligen Millionenbereich notwendig. In Rostock sollen vier Sparten Platz bekommen und der Kostenrahmen soll 100 Mio. EUR betragen. Sind wir einfach schlauer? Ist unsere Verwaltung beim Geldausgeben pfiffiger als in Erfurt oder anderswo?
Bachmann: Wahrscheinlich ja, was vielleicht auch daran liegt, dass eine Baufachfrau das Vorhaben verantwortet. Wir Rostocker*innen warten seit Kriegsende auf den Neubau unseres Theaters, nun geht es endlich los. Beschlossen wurden der Standort (Bussebart), die Funktionsstudie (Raum- & Technikbedarfe für 4 Sparten) und der Kostenrahmen (110 Mio. EUR). Der Hochbauwettbewerb ist mit diesen Vorgaben erfolgt, es gingen 11 Bewerbungen ein.


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THOMAS REIMER

In welchem Stadtteil wohnhaft: 41 Jahre in Rostock, zuletzt Hermannstr. 23, 2017 Umzug nach Benitz aufgrund der Wohnsituation
Geburtsstadt: Rostock
Alter: 43 Jahre
Familienstand: in Partnerschaft lebend, 4 eigene Kinder
Hobbys: Ich saniere ein altes Haus in der Mecklenburgischen Schweiz (www.entenfisch.de) und habe dort die königsblau-Denkfabrik gegründet  (www.königsblau-denkfabrik.de). Ich schreibe Gedichte und veröffentliche sie – aktuell: „Der Zauberlehrling 5.0“. Ich spiele klassische und elektrische Gitarre und trete gelegentlich mit einer kabarettistischen Gedichtlesung auf.
Erlernter Beruf: Dipl. Biologe, Dr. rer. nat./Abitur
Ausgeübter Beruf: Biologe
Partei: parteilos

0381-Magazin: Warum sollten die Rostocker Ihnen bei der kommenden Oberbürgermeister-Wahl ihre Stimme geben?
Reimer: Weil ich für einen neuen Politikstil im Rathaus stehe, der auf Offenheit und Transparenz beruht. Weil ich uns Rostocker als Gemeinschaft sehe. Weil mich humanistische und ethische Werte leiten. Weil ich unabhängig bin und kein Geld von Parteien und Unternehmen erhalte. Weil ich Ideen für die Zukunft unserer Stadt habe, die ich gemeinsam mit Ihnen realisieren will.

0381-Magazin: Was können Sie besser als Ihre Mitbewerber?
Reimer: Die Aufgabe des Oberbürgermeisters ist es, die Interessen und Bedürfnisse der Einwohner wahrzunehmen und die Stadt unter Berücksichtigung dieser Interessen zu gestalten. Ich kann mich empathisch in die verschiedenen Interessengruppen hineinversetzen, multiperspektivisch denken und bin selbst in gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Themen auf dem neusten Stand.  Das sind die Voraussetzungen, um die besten Ideen und Lösungen für unsere Stadt zu finden. Wir brauchen Kreativität, Optimismus und postkonventionelles Handeln um Rostock nach vorne zu bringen.

0381-Magazin: Wie wollen Sie während einer möglichen Amtszeit den Kontakt zu den Bürgern pflegen?
Reimer: Ich werde viel draußen unterwegs sein und mit den Bürgern sprechen. Außerdem wird es einen monatlichen Termin geben, an dem ich für Wünsche und Anliegen zur Verfügung stehe. Alibi-Veranstaltungen als angebliche Bürgerbeteiligung wird es mit mir nicht geben, sondern echte Mitbestimmung. Alle Daten der Stadt werden öffentlich gemacht.

0381-Magazin: Welche Vorstellung haben Sie für den öffentlichen Nahverkehr?
Reimer: Rostock ist das Zentrum einer Regiopolregion. Die umliegenden Gemeinden müssen besser an Rostock angebunden werden. Das Schülerticket muss es auch für Schüler geben, die in Rostock zur Schule gehen, aber im Landkreis wohnen. Das Studententicket sollte nicht nur für die Stadt, sondern für den gesamten Landkreis gültig sein. Der ÖPNV in Rostock muss bequemer, günstiger und umweltfreundlicher werden. Das bedeutet u.A. eine Erweiterung des Streckennetzes und den Umstieg von Diesel-Bussen auf E-Busse.

0381-Magazin: Wie wollen Sie die Zusammenarbeit von Verwaltung und Politik verbessern?
Reimer: Erfolg beruht auf Inspiration, Kommunikation und Kooperation. Mit positiver Kommunikation kann ich sehr viel erreichen. Neue Konzepte müssen klar formuliert und realisierbar sein, dann werden sie von Landes- und Bundespolitik gehört und gefördert. Es hängt immer am Menschen und an den zwischenmenschlichen Beziehungen.

0381-Magazin: Ihr Vorgänger Roland Methling hat 15 Jahre die Stadt geprägt. Was würde sich nach Ihrer Amtszeit in Rostock geändert haben?
Reimer: Nach meiner Amtszeit haben wir eine florierende Kreativ- und Startup-Szene. Viele neue, moderne Unternehmen haben sich bei uns angesiedelt. Wir haben genug günstigen Wohnraum geschaffen, vor allem Mehrraumwohnungen für Studenten, Familien und Senioren. Wir haben es trotzdem geschafft, mehr Natur in der Stadt zuzulassen. Wir haben in allen Stadtteilen kulturelle Initiativen und Sportprojekte gefördert und ein flexibles, modernes Theater, dass für alle Rostocker da ist. Die Stadtverwaltung ist schnell und digital. Wir haben die Vorteile der Digitalisierung genutzt und Rostock zu einer smarten, vernetzten Stadt gemacht. Die Menschen gehen gern nach draußen, weil die Straßen, Häuser und Plätze schön und nach menschlichen Maßstäben gebaut sind. Sie begegnen sich zu Fuß oder auf dem Fahrrad. In unseren Kindergärten werden die Erzieher vernünftig entlohnt und ihr Beruf wird stärker wertgeschätzt. Die Schulen haben sich dem Wandel angepasst und bilden unsere Kinder zu kreativen Persönlichkeiten. Die Universität hat ihr Renommee verbessert und Studenten mit Kind sind keine Ausnahme mehr. Das alles hat dazu geführt, dass wir mehr Familien in der Stadt haben und dass junge Menschen nach Ihrer Ausbildung, nach ihrem Studium hierbleiben.

0381-Magazin: Haben Sie ein politisches Vorbild/Mentor?
Reimer: Personen aus Politik und Wirtschaft, die heute in der Öffentlichkeit stehen sollten Vorbilder sein. Sie sind es jedoch in den meisten Fällen nicht. Gerade junge Menschen brauchen Orientierung, Vorbilder und Werte. Ich sehe gegenwärtig keinen Politiker, der meine Werte vertritt oder als Mentor dienen könnte.

0381-Magazin: Ihr Lieblingsplatz in Rostock:
Reimer: Brunnen der Lebensfreude.

0381-Magazin: Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?
Reimer: Es sind mehrere. „Haben oder Sein“ von Erich Fromm, „Resonanz“ von Hartmut Rosa und „Aufklärung jetzt“ von Steven Pinker.

Die persönliche Frage:
Herr Reimer, die Möglichkeit, die OB-Wahl zu gewinnen, scheint für einen Aussenseiter ohne Partei oder Lobby im Rücken sehr schwer. Warum engagieren sie sich nicht in einer Partei oder im Ortsbeirat, um ihre Vorstellung dort umzusetzen. Muss es gleich der Bürgermeisterposten sein?
Reimer: Fünf Jahre habe ich mich in zwei verschiedenen Parteien engagiert und Erfahrungen gesammelt. Als Bürgermeister könnte ich mehr und schneller etwas bewegen. Wenn man etwas verändern und verbessern will, muss man etwas machen. Eine Möglichkeit ist die Kandidatur als Oberbürgermeister. Machen wir einen Anfang. Machen wir Rostock lebendiger!


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UWE FLACHSMEYER

In welchem Stadtteil wohnhaft: Stadtmitte
Geburtsstadt: Rostock
Alter: 51 Jahre
Familienstand: verheiratet, 2 Kinder
Hobbys: Familie, Politik, joggen, Gartenarbeit, Rad fahren
Erlernter Beruf: Diplom-Kaufmann
Ausgeübter Beruf: Angestellter/DKB AG
Partei: Bündnis 90/Die Grünen

0381-Magazin: Warum sollten die Rostocker Ihnen bei der kommenden Oberbürgermeister-Wahl ihre Stimme geben?
Flachsmeyer: Unsere Zukunft wird davon abhängen, ob wir es schaffen, endlich eine Politik zu machen, die mit den Ressourcen unserer Erde vernünftig umgeht. Wer ein modernes, grünes und soziales Rostock will, muss grün wählen. Wir Grünen haben die klarsten Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zukunft, lokal und global. Greifswald in MV sowie Städte in Süd- und Westdeutschland mit Grünen Bürgermeistern beweisen seit langem, dass Grüne Politik wirkt: bessere Bürgerbeteiligung, mehr Radwege, nachhaltige Politik in vielen Bereichen. Auch Rostock hat einen Grünen Oberbürgermeister verdient.

0381-Magazin: Was können Sie besser als Ihre Mitbewerber?
Flachsmeyer: Ich habe Sozialwissenschaften und Betriebswirtschaftslehre studiert. Ich habe u.a. als Tierpfleger, Hoteldirektor und Bankkaufmann gearbeitet. Seit über 15 Jahren bin ich ehrenamtlich in Vereinen und in der Kommunalpolitik engagiert. Ich kenne also das reale Leben der Menschen und habe zudem fundierte politische Erfahrung. Rostock braucht einen OB, der nicht nur zur Wahl Themen besetzt, sondern seit Jahren glaubwürdig für seine Themen kämpft.

0381-Magazin: Wie wollen Sie während einer möglichen Amtszeit den Kontakt zu den Bürgern pflegen?
Flachsmeyer: Ehrliche Bürgerbeteiligung ist ein zentrales grünes Thema. Als einzige Fraktion bieten wir monatliche Bürgersprechstunden an. Mit regelmäßigen Grüntouren kommen wir mit den Rostockern vor Ort ins Gespräch. Als OB werde ich diese transparenten Prozesse ausbauen. Zusätzlich will ich mit einem gläsernen Projektbüro zu den Menschen gehen. Frühzeitig sollen so Projekte gemeinsam entwickelt werden.

0381-Magazin: Welche Vorstellung haben Sie für den öffentlichen Nahverkehr?
Flachsmeyer: Wenn ich Oberbürgermeister bin, soll der Nahverkehr in Rostock massiv gefördert werden. Ich stehe für eine Erweiterungen des Straßenbahnnetzes. Besonders in den Abendstunden müssen Busse und Bahnen häufiger fahren. Und ich will ein 365-Euro-Jahresticket nach Wiener Vorbild. Mit einem Euro am Tag kann man Busse und Bahnen in Rostock nutzen. Außerdem soll Rostock eine echte Fahrradstadt werden. Wir brauchen überall durchgängige und sichere Radwege.

0381-Magazin: Wie wollen Sie die Zusammenarbeit von Verwaltung und Politik verbessern?
Flachsmeyer: Mit Vertrauen. Rostock kann nur gemeinsam gestaltet werden. Dazu muss man auf Augenhöhe miteinander reden und Entscheidungen treffen. Überall schlummert viel Kreativität, die ich wecken will.

0381-Magazin: Ihr Vorgänger Roland Methling hat 15 Jahre die Stadt geprägt. Was würde sich nach Ihrer Amtszeit in Rostock geändert haben?
Flachsmeyer: 2026 am Ende meiner ersten Amtszeit ist Rostock eine grüne und in vieler Hinsicht aufblühende Stadt. Überall in Rostock findet man Wohnungen zu sozial verträglichen Preisen. Beste Bus- und Bahnanbindungen, sichere und attraktive Radwege, Park-and-Ride-Plätze und Sharing-Modelle bestimmen Rostocks Mobilität. Rostock hat ein Theater und ein Archäologischen Landesmuseum mit Leuchtkraft. Die Menschen haben selbst wieder zur Entwicklung ihrer Stadt beigetragen und sind stolz auf ihre Stadt.

0381-Magazin: Ihr Lieblingsplatz in Rostock:
Flachsmeyer: … ist an der Seite meiner Familie.

0381-Magazin: Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?
Flachsmeyer: Robert Habeck: „Wer wagt beginnt“

Die persönliche Frage:
Herr Flachsmeyer, Rostock punktet nach außen gern mit Zoo, Kreuzfahrttourismus und schöner Lage am Meer. Im Zoo wird für Millionen eine Co2 verschlingende Eisbärenanlage gebaut, Tierschützer wehren sich verzweifelt gegen diese unzeitgemäße Tierhaltung, für die Grünen in Rostock kein Thema. Der Kreuzfahrttourismus boomt, er erzeugt die höchste Umweltverschmutzung aller Tourismusarten, die Lebensmittelverschwendung auf diesen schwimmenden Hotels ist grotesk. Nichts dazu von den Rostocker Grünen. Seit Jahren ist Rostock vom bundesweiten Bahnverkehr abgeschnitten. Wer nach 18 Uhr von Berlin nach Rostock möchte, bekommt enorme Probleme. Endet die Grüne Welt in Rostock an dem Latte-Macchiato-Mehrwegbecher?
Flachsmeyer: Richtig: Die Bahn-Anbindung von Rostock und MV ist ein Skandal. Das haben Bundes- und Landesregierung zu verantworten. Andere Dinge werden in Rostock entschieden: Mit dem Glyphosat-Verbot, dem Erhalt des Landschaftsschutzgebiets Diedrichshagen, dem Sozial- und kostenfreien Schülerticket, mehr Geld für Radverkehr und weniger Plastikmüll haben wir in dieser Wahlperiode einige grüne Fortschritte erreicht. Den Kreuzfahrtgigantismus sehen wir kritisch. Er schadet der Natur und den Menschen, auch in Warnemünde. Mittlerweile werden immerhin Landstrom und Rahmenbedingungen für umweltverträglichere Schiffsantriebe realisiert - ohne Druck der GRÜNEN und der Umweltinitiativen wäre das nicht möglich gewesen. Nicht der Zoo, sondern der Klimawandel zerstört den natürlichen Lebensraum der Eisbären. Für uns ist entscheidend: Klimaschutz muss bei jeder politischen Entscheidung bedacht werden: beim Verkehr, beim Bauen, beim Stadtgrün ... Mehr geht nur mit einer starken GRÜNEN Fraktion in der Bürgerschaft und einem GRÜNEN OB in Rostock.


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DR. DIRK ZIERAU

In welchem Stadtteil wohnhaft: Östliche Altstadt
Geburtsstadt: Gardelegen/Altmark
Alter: 47 Jahre
Familienstand: glücklich verheiratet
Hobbys: Klavierspielen, Fitness
Erlernter Beruf: promovierter Jurist, Diplom-Kaufmann (FH), Forstfacharbeiter
Ausgeübter Beruf: Leiter der Abteilung Personal und Recht in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock
Partei: parteilos

0381-Magazin: Warum sollten die Rostocker Ihnen bei der kommenden Oberbürgermeister-Wahl ihre Stimme geben?
Zierau: Ich bin parteilos und unabhängig. Roland Methling war bei Amtsantritt 2005 der erste parteilose Oberbürgermeister. Ohne Parteiinteressen und -zwänge sachgerecht die Verwaltung leiten und gestalten – das tat Rostock gut. 250 Millionen EURO Schulden sind abgebaut, unsere Stadt hat sich trotz der Sparzwänge überaus positiv entwickelt; und: Rostock hat seit dem letzten Jahr erstmals wieder einen ausgeglichenen Haushalt und damit finanzielle Spielräume. Diesen Weg will ich weitergehen, ich möchte diese neuen Spielräume bestmöglich für Rostock nutzen. Dabei kann ich meine langjährigen Erfahrungen einbringen: 15 Jahre lang habe ich als Rechtsanwalt Kommunen, Landkreise und Landesministerien beraten, habe gemeinsam mit dem Städte- und Gemeindetag und dem Landkreistag Mecklenburg-Vorpommern für die Kommunen gewirkt. Die drei letzten Jahre habe ich als Leiter der Abteilung Personal und Recht unsere Stadtverwaltung kennen gelernt. Schließlich möchte ich schon wegen meiner beiden kleinen Kinder, dass Rostock nachhaltig wächst und noch schöner wird (das soll das gleiche aussagen, wie das etwas zu pathetische „ich liebe Rostock“).

0381-Magazin: Was können Sie besser als Ihre Mitbewerber?
Zierau: Jeder Kandidat hat seine Vorzüge. Ein Vergleich zulasten der anderen wäre unhöflich. Vielleicht kann ich es so sagen: Wenn ich nicht denken würde, dass ich der bessere Kandidat wäre, würde ich mich nicht zur Wahl stellen.

0381-Magazin: Wie wollen Sie während einer möglichen Amtszeit den Kontakt zu den Bürgern pflegen?
Zierau: Ich möchte ein menschlicher, nahbarer Bürgermeister sein. Ein BÜRGERmeister zum Anfassen. Bürgersprechstunden, die es bereits gibt, sollen unkompliziert stattfinden, nicht nur im Rathaus sondern auch vor Ort in den Stadtteilen und Einrichtungen. Ich denke, der persönliche Kontakt ist wichtig.

0381-Magazin: Welche Vorstellung haben Sie für den öffentlichen Nahverkehr?
Zierau: Der ÖPNV soll attraktiver, das Preisgefüge sozialer gestaffelt werden. Gemeinsam mit dem Landkreis im Verbund können die Anbindungen für Pendler aus dem Umland erleichtert werden. Das Liniennetz ist auszubauen (z.B. für die Stadtteile Schmarl und Groß Klein, und passgenauer für Studenten). Der Tarif für Fahrräder und künftig E-Roller soll günstiger werden. Das Gesamtpaket „attraktiver ÖPNV und besseres Radverkehrsnetz“ entlastet den PKW-Straßenverkehr und trägt zur Lösung der Parkplatzprobleme bei. Elektrobusse sollen für saubere Luft sorgen.

0381-Magazin: Wie wollen Sie die Zusammenarbeit von Verwaltung und Politik verbessern?
Zierau: Mit offener und ehrlicher Kommunikation auf Augenhöhe lassen sich gemeinsame Ziele von Verwaltung und Bürgerschaft finden und unbürokratisch umsetzen.

0381-Magazin: Ihr Vorgänger Roland Methling hat 15 Jahre die Stadt geprägt. Was würde sich nach Ihrer Amtszeit in Rostock geändert haben?
Zierau: Die Menschen sind noch glücklicher. Die großen Vorhaben (z.B. BUGA, Volkstheater) sind gemeistert. Mit den Umlandgemeinden gemeinsam hat sich die Regiopole Rostock sozial, wirtschaftlich, sportlich, kulturell weiterentwickelt. In Puncto Nachhaltigkeit sind wir Spitzenreiter. Nicht geändert hätte sich: Rostock bliebe schuldenfrei mit einem ausgeglichenen Haushalt.

0381-Magazin: Haben sie ein politisches Vorbild/Mentor?
Zierau: Ein politisches Vorbild ist für mich Friedensnobelpreisträger Barack Obama. Er steht für soziale, sachliche, verantwortungsbewusste Politik, jenseits von Einzelinteressen.

0381-Magazin: Ihr Lieblingsplatz in Rostock:
Zierau: Der Spielplatz mit Wiese im Barnstorfer Wald. Ein Stück Natur in unserer Stadt, das viele Rostocker genießen. Die Klettergerüste erinnern mich an meine Kindheit. Gern bin ich aber auch mit meiner Familie im Klostergarten, im Klostercafé und auf dem Spielplatz dort.

0381-Magazin: Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?
Zierau: Zwei Bücher lese ich gerade (wenn ich Zeit habe): „Die Wachstumsspirale“ von Hans Christoph Binswanger (es geht darum, dass unendliches Wirtschaftswachstum in unserer endlichen Welt nicht möglich ist). Und: „Wer hat meinen Vater umgebracht“ von Eduard Louis (eine Hommage an den Vater des Autors, der infolge eines Arbeitsunfalls in der Gesellschaft keinen Platz mehr hat).

Die persönliche Frage:
Herr Dr. Zierau, seit seinem Amtsantritt sieht sich der amtierende OB, Ihr Ziehvater und Vertrauter, diversen Gerüchten um seine Unterstützer ausgesetzt. Dunkle Machenschaften und zwielichtige Interessen. Gleichwohl erfreut er sich großer Beliebtheit beim Wähler. Ganz ehrlich, wer zahlt den Wahlkampf der UFR?

Zierau: Ganz ehrlich: Roland Methling ist nicht mein „Ziehvater“ oder „Vertrauter“. Ich habe bei der Beantwortung der Frage 1 meine Erfahrungen als Kommunaljurist nur kurz angerissen. Ich denke, dass dies und die Erfahrungen der letzten drei Jahre mit mir als Mensch und Abteilungsleiter der Grund sind, dass Roland Methling mir vertraut und mir das Amt des Oberbürgermeisters zutraut. Zur Wahlkampffinanzierung: Die UFR finanziert sich als Bürgerbündnis von kleineren Spenden. Ich selbst habe auch einen größeren Teil mitfinanziert. Freunde haben unterstützt. Der Wahlkampf der UFR und mein OB-Wahlkampf werden gemeinsam geführt. Zusammen ist das nicht so kostenintensiv wie der von anderen Kandidaten oder Parteien.


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CHRIS MÜLLER-VON RYCZ REKOWSKI

In welchem Stadtteil wohnhaft: Biestow
Geburtsstadt: Gera
Alter: 50 Jahre
Familienstand: verheiratet
Hobbys: Spaziergänge mit meiner Frau und unserem Hund Paul, Fahrradfahren
Erlernter Beruf: Jurist (Promotion im Umweltrecht)
Ausgeübter Beruf: Senator für Finanzen, Verwaltung und Ordnung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock
Partei: SPD

0381-Magazin: Warum sollten die Rostocker Ihnen bei der kommenden Oberbürgermeister-Wahl ihre Stimme geben?
Müller: Seit über 30 Jahren lebe ich in Rostock und seit fünf Jahren darf ich als Senator die Entwicklung unserer schönen Stadt in vielen Punkten mitgestalten. Diese Arbeit macht mir Spaß und es gibt Vieles, was ich in Rostock verändern möchte. Wer für mich stimmt bekommt einen Oberbürgermeister, dessen Arbeitsstil verlässlich, kooperativ und von konkreten Ergebnissen geprägt ist. Mit mir im Rathaus wird es Mut, Weitsicht und frische Ideen geben.

0381-Magazin: Was können Sie besser als Ihre Mitbewerber?
Müller: Was andere können und nicht können, werde ich nicht beurteilen. Jeder bringt Stärken und Schwächen für dieses wichtige Amt mit. Ich kann von mir sagen, dass ich weiß, wie Verwaltung funktioniert, an welchen Hebeln man ansetzen muss, um Veränderungen herbeizuführen. Am Ende des Tages ist der OB Chef der Stadtverwaltung und ich bringe eine langjährige und erfolgreiche Verwaltungstätigkeit mit, die ich zum Wohle der Stadt einsetzen möchte. Als Pluspunkt könnte man anführen, dass ich als Finanzsenator Rostock schuldenfrei gemacht habe und auch als OB die Finanzen gut im Blick behalten werde.

0381-Magazin: Wie wollen Sie während einer möglichen Amtszeit den Kontakt zu den Bürgern pflegen?
Müller: Ein Miteinander in der Stadt kann es nur geben, wenn wir aufeinander zugehen, uns austauschen und an einem Strang ziehen. Ich werde es den Rostockerinnen und Rostockern leichter machen, sich in Entscheidungsprozesse und in die Stadtentwicklung mit ihren Sichtweisen einzubringen. Dafür werde ich eine Servicestelle für Jugend- und Bürgerbeteiligung schaffen und den neu erarbeiteten Leitfaden für Bürgerbeteiligung mit Leben füllen.

0381-Magazin: Welche Vorstellung haben Sie für den öffentlichen Nahverkehr?
Müller: In einer wachsenden Stadt ist die Tendenz zum steigenden Autoverkehr gegeben. Ich möchte, dass die Menschen vermehrt auf Straßenbahn, Bus und Fahrrad zurückgreifen, um durch die Stadt zu kommen. Deshalb werde ich den öffentlichen Nahverkehr stärken. Dazu gehört beispielsweise, die Fahrpreise moderat zu halten und die Verbindungen durch eine bessere Taktung aufeinander abzustimmen. Sollten neue Wohngebiete entstehen, müssen diese direkt nach Fertigstellung an den ÖPNV angebunden werden.

0381-Magazin: Wie wollen Sie die Zusammenarbeit von Verwaltung und Politik verbessern?
Müller: Als langjähriger Verwaltungschef weiß ich, wie die Verwaltung funktioniert und welche Erwartungshaltung die Politik hat. Ich glaube, dass die Bürokratie in manchen Bereichen mehr frustriert, als wirklich etwas zu bewegen. Das möchte ich ändern. Wer sich in unserer Stadt engagieren möchte, egal ob im Verein, im Unternehmen oder in der Politik, sollte nicht mit unendlichem Papierkram belastet werden. Darum werde ich Prozesse beschleunigen und Bürokratie abbauen. Darüber hinaus wünsche ich mir eine Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Politik auf Augenhöhe. Wir müssen auch hier aufeinander zugehen und stärker das suchen, was uns vereint, als das was uns trennt. Nur so können wir die Stadt gestalten.

0381-Magazin: Ihr Vorgänger Roland Methling hat 15 Jahre die Stadt geprägt. Was würde sich nach Ihrer Amtszeit in Rostock geändert haben?
Müller: In die Zukunft kann natürlich niemand blicken. Ich habe das Ziel, dass Rostock in meiner Amtszeit wieder stärker zusammenwächst und dass wir die Spaltung in arme und reiche Stadtbereiche überwinden. Jeder Stadtteil soll lebenswert sein und die Menschen sollen sich überall wohlfühlen. Rostock soll wachsen und gleichzeitig die Wohnungsnot beendet werden. In meiner Amtszeit möchte ich Rostock weiterhin zur grünen Stadt am Meer machen und dafür sorgen, dass die jungen Köpfe, die hier geboren werden auch in unserer Stadt bleiben. Und schließlich würde es mich freuen, wenn wir Rostock mit einem neuen Theater, dem Landesmuseum und der BUGA städtebaulich weiterentwickeln und den Stadthafen zu einem Ort der Freizeit und Kultur für alle Rostockerinnen und Rostocker und für unsere Gäste machen könnten.

0381-Magazin: Haben Sie ein politisches Vorbild/Mentor?
Müller: Als langjähriger Sozialdemokrat würde ich Helmut Schmidt und Harald Ringstorff nennen. Diese beiden haben in schwierigen Zeiten Verantwortung übernommen und das Land auf ihre eigene Art und Weise geführt und geprägt. Ihr Arbeitsstil war dabei stets pragmatisch, verlässlich und durch eine klare Kante gekennzeichnet. Ich denke, dass meine bisherige Arbeit diesem Credo entspricht, und dieser Richtschnur möchte ich auch als Oberbürgermeister weiter folgen.

0381-Magazin: Ihr Lieblingsplatz in Rostock:
Müller: Rostock hat viele schöne Ecken, bekannte und weniger bekannte. Mit meiner Frau gehe ich aber regelmäßig am Stadthafen und in Warnemünde spazieren.

0381-Magazin: Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?
Müller: Zur Zeit lese ich John Grisham: „Das Bekenntnis“.

Die persönliche Frage:
Herr Müller, Sie sind sehr aktiv in den Neuen Medien. Auf Facebook kann man Sie mit Unternehmern bei der Eröffnung eines Autohauses sehen, Sie sind von erfolgreichen Eishockeyspielern umringt, gerne auch ein Foto aus der VIP-Lounge von Hansa. Sogar regelmäßige Besuche im Tierheim Schlage. Nur eines findet man schlicht nicht und das ist für einen Sozi schon ungewöhnlich. Bilder und Themen wie Armut, Wohnungsnot, soziale Abstiegsangst. Ist die SPD nicht mehr die Interessenvertretung der „Kleinen Leute“?  Wie möchten Sie dem Bild eines Genossen der Bosse entgegenwirken, bevor Sie überhaupt gewählt sind?
Müller: Der Auftritt in den Neuen Medien ist zwar wichtig, zeigt glaube ich aber immer nur einen kurzen Ausschnitt der eigenen Aktivitäten. In meiner Tätigkeit als Senator treffe ich mich natürlich auch mit Vereinen und Verbänden, die sich um die angesprochenen Themen Armut, Pflege, gute Arbeit etc. kümmern. Ich finde jedoch nicht, dass man dies auf Facebook oder anderen Plattformen durchgehend breit publizieren sollte, zumal oftmals auch Betroffene am Tisch sitzen, die dies explizit nicht wünschen. Entscheidend ist, dass die Menschen das Gefühl haben, dass man ihre Sorgen kennt und ernst nimmt. Bei meinen Besuchen und Gesprächen bekomme ich diese Rückmeldung und ich bin mir sicher, dass die Menschen auch diesen Punkt in ihre Wahlentscheidung einfließen lassen.


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STEFAN BOCKHAHN

In welchem Stadtteil wohnhaft: Stadtmitte
Geburtsort: Rostock, Südstadtklinik
Alter: 40 Jahre
Familienstand: verheiratet
Hobbys: Handball, Laufen, Kanu, Rennrad, Lesen
Erlernter Beruf: Abitur, Hörfunkredakteur, Politikwissenschaftler
Ausgeübter Beruf: Senator
Partei: DIE LINKE


0381-Magazin: Warum sollten die Rostocker Ihnen bei der kommenden Oberbürgermeister-Wahl ihre Stimme geben?
Bockhahn: Ich bin Rostocker von Geburt an und mit Leib und Seele. Ich kenne und liebe diese Stadt. Rostock hat sich toll entwickelt. Leider haben nicht alle davon profitiert und einige Versprechen der letzten Jahre wurden nicht umgesetzt. Ich möchte, dass Rostock wieder eine Stadt ist, dass nicht in Evershagen die Nase über die KTV gerümpft wird und man in Mitte nicht schlecht über Dierkow spricht. Und wenn wir zusammen an einem Strang in die gleiche Richtung ziehen, wird Rostock weiter wachsen und die Ungleichheit wird weniger werden.

0381-Magazin: Was können Sie besser als Ihre Mitbewerber?
Bockhahn: Seit meiner ersten Wahl in die Bürgerschaft 2004 habe ich in verschiedensten Funktionen gearbeitet und Erfahrungen gesammelt, die anderen fehlt. Ob in den Ausschüssen, in Aufsichtsräten, auch Bundestagsabgeordneter und seit vier Jahren als Senator. Ich bin gut vernetzt und habe gelernt Kompromisse zu erarbeiten und auch umzusetzen. Mir fehlt es nicht an klaren Positionen, trotzdem schätze ich es, wenn möglichst viele mit einer Lösung zufrieden sind.

0381-Magazin: Wie wollen Sie während einer möglichen Amtszeit den Kontakt zu den Bürgern pflegen?
Bockhahn: Ich war und bin immer viel in der Stadt unterwegs. Daran soll sich nichts ändern. Man erreicht mich über soziale Netzwerke und auf klassischem Weg. Ich kann mir sehr gut Sprechstunden in den Stadtteil- und Begegnungszentren vorstellen. Vor allem bin ich aber immer ansprechbar, auch sonntags beim Brötchen holen. So wird das auch bleiben.

0381-Magazin: Welche Vorstellung haben Sie für den öffentlichen Nahverkehr?
Bockhahn: Rostock hat schon ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz. Ich wünsche mir, dass es noch besser wird, so dass noch mehr Menschen umsteigen. Dazu wird es aber notwendig sein, dass die Landesregierung mehr Geld zur Unterstützung bereit stellt. Leider werden längst nicht alle Gelder, die der Bund dem Land dafür überweist auch an die Kommunen gegeben. Ich möchte, dass auch Schmarl und Groß Klein an das Straßenbahnnetz angeschlossen werden. Dazu müssen noch einige Steine aus dem Weg geräumt werden. Aber wir sollten es versuchen. Auf jeden Fall muss die ständige Erhöhung der Fahrpreise gestoppt werden, denn dadurch verliert der Nahverkehr an Attraktivität.

0381-Magazin: Wie wollen Sie die Zusammenarbeit von Verwaltung und Politik verbessern?
Bockhahn: In den letzten Jahren wurden tatsächlich die meisten wichtigen Entscheidungen mit großer Mehrheit in der Bürgerschaft getroffen und die Zahl der Widersprüche des Oberbürgermeisters ist stark zurück gegangen. Dennoch hat sich ein Misstrauen festgesetzt. Das wird sich nicht von jetzt auf gleich ändern lassen. Ich habe gelernt, sich in die Position des Anderen zu versetzen und so zu versuchen, einen Ausgleich der Interessen zu erreichen. Wir müssen Vertrauen neu aufbauen. Mit Gesprächen und Offenheit ist das auch zu schaffen.

0381-Magazin: Ihr Vorgänger Roland Methling hat 15 Jahre die Stadt geprägt. Was würde sich nach Ihrer Amtszeit in Rostock geändert haben?
Bockhahn: Rostock wäre weniger gespalten als heute und die Attraktivität der einzelnen Quartiere würde steigen. Mir ist wichtig, dass alle Viertel lebenswert sind. Der Zustand der Geh- und Radwege wird besser sein, die Zahl der Straßenlaternen wird sich erhöhen, in den Schulen ist mehr Platz und sie sind besser ausgestattet. Ich plane keine Großprojekte, mir ist wichtig, dass wir unsere Hausaufgaben für eine lebenswerte Stadt erledigen.

0381-Magazin: Haben sie ein politisches Vorbild/Mentor?
Bockhahn: Ich habe viel von Wolfgang Leuchter, meinem langjährigen Kreisvorsitzenden und von Lothar Bisky gelernt. Mich verbindet außerdem eine lange und feste Freundschaft zu Dietmar Bartsch.

0381-Magazin: Ihr Lieblingsplatz in Rostock:
Bockhahn: Der „Heumond“.

0381-Magazin: Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?
Bockhahn: „Hölleluja! – Warum Handball der absolute Wahnsinn ist“ von Stefan Kretzschmar.

Die persönliche Frage:
Herr Bockhahn, seit Jahren ist in Ihrem Amtsbereich ein leitender Mitarbeiter mit Vorwürfen von Vetternwirtschaft und Korruption konfrontiert. Bei Ausschreibungen ist es zu Unregelmäßigkeiten gekommen. Zwischenzeitlich hat die Rechtsaufsicht im Ministerium reagiert und Sie zu rechtskonformem Handeln aufgefordert. Warum tut sich ein Senator so schwer, Defizite im Verwaltungsapparat zu benennen und gibt es in Ihrem Amtsbereich ein Konzept zur Korruptionsbekämpfung?

Bockhahn: Die Darstellungen sind so nicht zutreffend. Es gibt zwei Vergabeentscheidungen aus der Zeit vor meinem Amtsantritt, die nicht einwandfrei, aber nicht rechtswidrig waren. Das wurde gerügt und die betreffenden Mitarbeiter wurden erneut geschult. Der Rechnungsprüfungsausschuss hat sich mit der Angelegenheit ausführlich befasst und die Korruptionsvorwürfe ausdrücklich nicht bestätigt. Richtig ist, dass es einen Unternehmer in Rostock gibt, der regelmäßig Angebote abgibt, die nicht bezuschlagt werden und sich darüber mit fragwürdigen Methoden beschwert. Es könnte allerdings auch einfach an den Angeboten liegen. Die Vergaben der Stadt unterliegen strengen Vorgaben und sind transparent.

 

 

 


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