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News

Fridays for Future in Rostock

Fridays for Future in Rostock

Sep 19

 

Ein reichliches Jahr, nachdem Greta Thunberg begonnen hat, jede Woche Freitag vor dem schwedischen Parlamentsgebäude für ein grundlegendes Umdenken in der Klimapolitik zu demonstrieren, braucht man den Begriff Fridays for Future wohl niemandem mehr zu erläutern.

 

Aus der Initiative einer beharrlichen Einzelkämpferin wurde eine weltweite Bewegung, die bereits Anfang 2019 auch die Stadt Rostock erfasste. Am 15. März 2019 fand hier die erste Großdemo statt, die von fast zweitausend Jugendlichen und Erwachsenen besucht wurde. 

Seitdem machten die Rostocker SchülerInnen an Freitagen zur Mittagszeit regelmäßig mit Sprüchen wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“ oder „Hopp, hopp, hopp Kohlestopp“ auf den Klimawandel und die unserem Planeten drohenden Folgen aufmerksam.

Grund genug dafür haben sie: Der stetig weiter steigende CO2-Ausstoß hat bereits eine Erwärmung des globalen Klimas um mehr als ein Grad verursacht und der weltweite Temperaturanstieg wird voranschreiten, wenn wir nicht umgehend Gegenmaßnahmen ergreifen. Auch konservative Prognosen wie der jüngst veröffentlichte IPCC-Bericht gehen davon aus, dass eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf anderthalb Grad kaum noch zu schaffen ist. Und selbst eine so überschaubar klingende Erhöhung hat gravierende Folgen: die Polkappen der Erde schmelzen weiter ab, die fehlende Reflexion des Sonnenlichts durch das Eis führt zu zusätzlicher Erwärmung, die große Mengen des „Klimakillers“ Methan bindenden Permafrostböden beginnen bereits zu schmelzen, die Zahl der Waldbrände und Extremwetterlagen steigt von Jahr zu Jahr.

Die derzeit auf nationaler und internationaler Ebene formulierten Klimaziele – so etwa ein Kohleausstieg Deutschlands bis 2035 – passen weder in ihren Dimensionen noch in ihrem zeitlichen Rahmen zur Dringlichkeit, die diese Entwicklungen gebieten. Angesichts eines so dramatischen Handlungsbedarfs wundert es kaum, dass Fridays for Future weltweit immer mehr AnhängerInnen findet. Und auch Verstärkung aus anderen Bevölkerungsgruppen bekommt: Neben den „Scientists for Future“ gibt es seit einigen Monaten unter anderem auch die „Students for Future“ und die „Parents for Future“.

Mit dem Moliere-Zitat „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ machen die Protestierenden deutlich, dass ein „weiter so“ keine Option ist. Auf nationaler Ebene fordern sie unter anderem ein Ende der Subventionen für fossile Energieträger, die Abschaltung bereits eines Viertels der deutschen Kohlekraftwerke und eine Steuer auf alle Treibhausgasemissionen bis Ende diesen Jahres, einen Kohleausstieg bis 2030 und einen vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energieversorgung bis 2035.

Die Vertreter der Initiative in Mecklenburg-Vorpommern trugen ihre Forderungen vor einigen Wochen in der Schweriner Staatskanzlei vor und diskutierten sie unter anderem mit der Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns. Hier forderten sie zum Beispiel, dass unser Bundesland sich schnellstmöglich nur noch aus erneuerbaren Energien versorgen möge, mehr in die Klimaforschung investiert wird und der öffentliche Personenverkehr und die Fahrradwege massiv ausgebaut werden, um so einen Verzicht auf das Auto erleichtern. 

Außerdem sollen das Thema Klimaschutz mehr in den Bildungsbereich eingebracht und der Boden- und Gewässerschutz verstärkt werden. Bei diesem Treffen wurde beschlossen, den Rat für Umwelt und Nachhaltigkeit, kurz RUN, zu gründen, in dem Jugendliche und Wissenschaftler gemeinsam Mittel und Wege für bestmöglichen Klimaschutz erarbeiten. Es bleibt zu hoffen, dass dem von vielen Politikern geäußerten Zuspruch für die Fridays-for-Future-Bewegung auch politische Taten folgen.

Die Initiative setzt ihre Proteste weiter fort: Für den 20. bis 27. September, unmittelbar vor dem UN-Klimagipfels in New York, ist der nächste globale Klimastreik geplant, dem es darum geht, die formulierten Klimaziele den dort zusammentreffenden Entscheidern nahezubringen. Denn ohne politisches Handeln geht es nicht.

Ergänzend dazu ist aber auch der oder die Einzelne gefragt: So steht es jeder Person frei zu prüfen, ob sie nicht mit dem Auto, sondern mit dem Fahrrad oder der Bahn zur Arbeit fahren oder weniger Fleisch- und Milchprodukte essen kann, versucht, plastikfrei einzukaufen oder für aufforstende Projekte spendet. Niemand kann derzeit genau sagen, wie viel Zeit uns noch bleibt, ehe der Klimawandel und damit eine massive globale Erwärmung nicht mehr aufzuhalten sind. Also sollten wir versuchen, schnellstmöglich unser Leben so zu verändern, dass ein CO2-neutrales Leben auf der Erde gelingt. Denn, wie es die FfF-Bewegung immer wieder betont: There is no Planet B!

Hannah Koebe

 

 


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