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20. Jahrestag des Massakers am Tiananmen Platz

20. Jahrestag des Massakers am Tiananmen Platz

Jun 09

Heute vor 20 Jahren, am 04. Juni 1989, schlug das chinesische Militär einen friedlichen Protest der Bevölkerung in Peking blutig nieder. Sie beendete damit gewaltsam eine Volksbewegung, die sich für mehr Demokratie einsetzte und eine gesellschaftliche Öffnung Chinas forderte.

Die friedlichen Kundgebungen begannen bereits im April 1989. Im Laufe der Wochen breiteten sich die Proteste aus. Täglich fanden sich mehr Menschen auf dem Platz des himmlischen Friedens ein und forderten einen offenen Dialog mit der Regierung. Am 13. Mai beschloss die Pekinger Studentenschaft in einen Hungerstreik zu treten und den Tiananmen Platz zu besetzen. In einer Pressekonferenz für die ausländische Presse und einer Fernsehdebatte mit dem Ministerpräsidenten Li Peng stellten sie ihre Forderungen der breiten Öffentlichekeit dar.

Die Regierung jedoch stellte unmissverständlich klar, "dem Aufruhr ein schnelles Ende zu bereiten". Am 20. Mai verhängte sie den Ausnahmezustand für Peking und stellte rund um die Stadt Truppen der Volksbefreiungsarmee bereit.

Die alarmierte Bevölkerung ging am Vorabend des 20. Mai auf die Straße und versuchte das Vorrücken der Armee ins Zentrum der Stadt zu verhindern. Mehrmals versuchten die Truppen den Platz des himmlischen Friedens einzunehmen, scheiterten jedoch an den Massen der sich versammelnden Menschen.

in der Nacht vom 3. zum 4. Juni bewegten sich dann Schützenpanzer und voll ausgerüstete Soldaten in Richtung Innenstadt und begannen, auf die sich ihnen entgegenstellende Bevölkerung zu schießen. Die Lage eskalierte. Teilweise wahllos feuerten die Soldaten in die Menge. Unbeteiligte Zivilisten wurden ebenso beschossen wie friedliche Demonstranten und Personen, die versuchten, die Verletzten zu bergen. Daraufhin wurden mehrere Soldaten von wütenden und verzweifelten Demonstranten angegriffen und gelyncht.

Um 3:00 Uhr morgens umzingelten Truppen den Platz des himmlischen Friedens und begannen mit der Räumung. Durch Verhandlungen mit der Armee konnten die Anführer der Bewegung einen freien Abzug der etwa 5.000 Demonstranten erreichen. Anders als der Name "Tiananmen-Massaker" vermuten lässt, kam es während der Räumung des Platzes zu keinen gewalttätigen Zwischenfällen.

Die Opferzahlen sind auch nach 20 Jahren nicht genau erfasst. Während die chinesiche Regierung von 300 toten Soldaten und Zivilisten spricht, gehen Menschenrechtsorganisationen von 2.000 und 3.000 Toten aus.

Nach der Niederschlagung der Demokratiebewegung kam es in China zu einer Welle von Verhaftungen und politischen Repressionen. Öffentlich bekannt gegeben wurden neben zahllosen Verhaftungen 49 Hinrichtungen, überwiegend von Arbeitern, die mit dem Aufstand in Zusammenhang gebracht wurden.

Weltweit kam es zu Protesten gegen das gewaltsame Vorgehen der chinesischen Regierung gegen die friedlichen Demonstranten. Die Führung der DDR stellte sich hinter China. Egon Krenz sagte zu den Ereignissen, es sei "etwas getan worden, um die Ordnung wiederherzustellen".

Auch heute noch verbietet die chinesische Staatsführung jegliches Erinnern an die Opfer. Im Zuge des Jahrestages wurden mehrere Internetseiten und Blogs wie Twitter und Facebook gesperrt, um jedweden kritischen Diskurs zu unterbinden. Bürgerrechtler, die sich um das Gedenken und die Aufkärung der Ereignisse bemühen, werden vom Staat verfolgt.


(AP Photo/Mark Avery)

Birke Scheffler

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