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OLIVER SCHUBERT (31)

Mai 08

WIRD ER WIEDER ZUM MASKOTTCHEN?

Noch heute bekommen nicht nur Fans des FC Hansa eine Gänsehaut, wenn sie sich an den Krimi von Bochum und die Radio-Live-Reportage erinnern. Damals strebte die Bundesliga-Saison 98/99 ihrem dramatischen Ende entgegen.

 

Die Hanseaten spielten beim VfL Bochum und Oliver Neuville und Slawomir Majak machten sich durch ihre Tore, die den Rostockern letztlich den Klassenerhalt sicherten, zumindest in den Augen der Fans unsterblich. Der Mann, der damals die mitreißendste Radio-Reportage über die sich überschlagenden Ereignisse im Ruhrstadion ablieferte, war Oliver Schubert. Ob er sich noch an alle Details erinnert? "Keine Ahnung, ob ich noch alles weiß! Aber die Aufstellung von damals werde ich nie vergessen." Und dann rattert er tatsächlich die Namen der Helden von Bochum herunter: "Pieckenhagen, Lange, Rehmer, Ehlers, Weilandt, Yasser, Emara, Wibran, Breitkreuz, Agali, Neuville! Eingewechselt wurden Ramdane, Holetschek und natürlich Slawomir Majak!"

Man merkt, Fußball und der FC Hansa sind sein Thema. Kommt das Gespräch darauf, spürt man die Leidenschaft, die auch die Hörer an Schuberts Reportagen so schätzen. Der Mann ist erst 31, aber im Rundfunk unseres Landes ein alter Hase. "Beim Radio zu arbeiten war immer mein Traum. Als wir in der 5. Klasse erstmals zur Berufsberatung gegangen sind, wollten meine Klassenkameraden Arzt, Kfz-Mechaniker, Lehrer werden und dann wurde ihnen gesagt, wie sie ihre Ziele erreichen könnten. Für mich war das uninteressant. Ich sagte, dass ich Sportreporter werden wolle." Dazu fiel den Berufsberatern nicht viel ein. So sammelte Oliver Schubert seine ersten Erfahrungen beim Schülerfunk und –fernsehen, und wurde Mitglied bei der IG Junge Journalisten im Rostocker Schüler- und Freizeit-Zentrum. Etwas später, mit 18, wurde es dann ernst. Sicherlich zur übergroßen Freude seiner Eltern, schmiss Olli in der 11. Klasse die Schule. Für ein Praktikum bei Antenne M-V!

"Ich war nur einen Tag am Fachgymnasium, dann begann ich mein 6wöchiges Praktikum. Und weil dies natürlich im Funkhaus Plate stattfand, musste ich erstmal im Eilverfahren den Führerschein machen. Dass meine Eltern mich bei der ganzen Aktion unterstützten, sieht man daran, dass sie mir dann mein erstes Auto kauften." Aus 6 Wochen wurden 10 und schließlich wurde Schubert ein Volontariat angeboten. "Es war eine Superzeit! Wir haben unglaublich viele Beiträge gemacht, so dass ich richtig viel lernen konnte, und zwar journalistisch und technisch. Im Mai 1996 bin ich dann zu Steffen Holz ins Studio Neubrandenburg gegangen. Gemeinsam haben wir dort gerockt. Unser Chef meinte damals mal, wir wären das Freudenhaus des Senders, weil er immer große Freude hatte, wenn er uns hörte." 1998 gab es dann einen Wechsel in der Führung von Antenne MV, in deren Folge der Sportchef zum Programmdirektor wurde und Olli Schubert in den Sportbereich wechselte. Im Oktober ´98 war er erstmalig als Reporter bei einem Bundesliga-Spiel live auf Sendung. "Hansa zu Gast beim BVB im Westfalenstadion. Über 60000 Zuschauer. Ich war überwältigt von der Atmosphäre, allein auf der Dortmunder Südtribüne waren so viele Menschen wie im ganzen Ostseestadion. Ich muss zugeben, ich hatte Schiss, aber es war genau das, was ich immer wollte!" Am 29. Mai 1999 schlug Ollis große Stunde: Hansa gewann das entscheidende Spiel um den Klassenerhalt beim VfL Bochum. Tausende Hörer wurden Ohrenzeugen von Schuberts mitreißender Live-Reportage. Noch Tage danach lief diese im normalen Programm des Senders. "Was in Bochum ablief war Wahnsinn. Ich habe einfach nur meine eigenen Emotionen transportiert. Was danach kam war nicht absehbar."

Und danach kam so einiges! Im Zuge des sensationellen Klassenerhalts berichtete BILD auch über den Reporter der den Wahnsinn in Worte kleidete. Anschließend verloste das Blatt CDs mit der Reportage, woraufhin Schuberts Sender beschloss, diese in größerer Stückzahl herauszubringen. So wurde Olli Schubert zum Chartstürmer und führte die Verkaufs-Charts in MV zwei Wochen lang an – vor den Backstreet Boys. Später wurde auch noch ein Video herausgebracht um den Wahnsinn in Bild und Ton für immer in die Wohnstuben der Fans zu bringen. Folgen dieses Ereignisses waren Autogrammstunden und der dritte Platz beim Axel-Springer-Preis für junge Journalisten. Doch irgendwann (Sommer 2000) kehrte wieder Normalität ein und Olli Schubert wechselte als Leiter des Sportressorts zur Ostseewelle. "Bei diesem Angebot musste ich zugreifen, schließlich ist Rostock meine Heimat, und so kam ich wieder nach Hause." Doch nach einem Jahr war sein Engagement beim Rostocker Sender wieder beendet und Oliver Schubert machte sich selbständig und arbeitet seit dem als fester Freier Mitarbeiter zum NDR.

Auch hier blieb er dem Sport, und im Speziellen dem Fußball und dem FC Hansa erhalten. Er macht Bundesliga-Reportagen für NDR 1 RADIO MV oder sogar NDR 2, führt oft die Interviews zum Spiel und moderiert ab und zu sogar ganze Halbzeiten in Vollreportage. "Die Königsklasse im Hörfunk", wie er selbst findet. ?Nebenbei widmet er sich aber auch den bunten Themen, ist also ziemlich breit aufgestellt. Doch Olli Schubert ist nicht nur der Radiomann. Gemeinsam mit Freunden hat er das Projekt "Blumenfreunde Gartenstadt" ins Leben gerufen und einen gleichnamigen Verein gegründet. "Unseren Verein gibt es schon seit 10 Jahren. Wir sind alle Schulfreunde, und sind schon damals auf der Schlagerwelle geritten. So sind wir 1998 mit der Fähre nach Dänemark gefahren. Mit über 700 Leuten wollten wir Guildo Horn, der beim Grand Prix d`Eurovision de la Chanson antrat. unterstützen. Der Plan war, in Dänemark für Guildo zu voten, und ging gründlich daneben. Das lag daran, das 1. Dänemark gar nicht am Grand Prix teilnahm und 2. wir kein Handy-Netz fanden um anzurufen."

Ja, aller Anfang ist schwer! Doch über die Jahre etablierten sich die Blumenfreunde als bewährte Partyveranstalter und bewarben sich dann um die Bewirtschaftung für den "GREIF-CLUB". Die ersten Versuche schlugen fehl, was wohl daran lag, dass sich die Verantwortlichen nicht vorstellen konnten, dass Mitzwanziger fähig sind, eine Lokalität zu betreiben. Erst im Jahr 2003, als die zuvor bevorzugten Konzepte gescheitert waren, erhielten die Blumenfreunde den Zuschlag für den "GREIF". Und natürlich nur unter Auflagen. So musste die Location in kürzester Zeit saniert werden, wofür natürlich reichlich investiert werden musste. "Zu unseren ersten Parties kamen so 150 – 200 Leute, von denen etwa 80 Prozent persönliche Bekannte von uns waren," erinnert sich Olli. Inzwischen sind die "GREIF"-Parties fester Bestandteil des Rostocker Nachtlebens. Alle 14 Tage zieht es die Menschen in den Club am Rande des Barnstorfer Waldes. "Öfter können wir das nicht machen, "erklärt Olli Schubert, der nicht selten selbst am DJ-Pult zu finden ist. "Schließlich machen wir den Club nebenbei und haben alle noch ´nen Job und größtenteils Familie."

Dass Olli Schubert jetzt noch weniger Freizeit hat, verdankt seine Freundin Marit Scholz, die auch für den NDR arbeitet, seinem Engagement beim Rostocker FC. Olli verstärkt dort die vierte Mannschaft, hat da Riesenspaß und ist stolz wie Bolle, dass sein Team seit mittlerweile 17 Spieltagen ungeschlagen ist und der Aufstieg beinahe unvermeidbar ist.

Dass Oliver Schubert dieser Tage oft auf Bochum und die sich offenbar wiederholende Geschichte angesprochen wird, ist Fakt. Und so wundert es wenig, dass der eingefleischte Radiomann und Hansa-Fan sagt, dass er auf jeden Fall am letzten Spieltag in Bochum sein wird, egal ob im Dienst oder privat. Hoffen wir, dass seine Anwesenheit den Hanseaten wieder das notwendige Glück bringt – wie damals im Mai ´99!

 
Von CHRISTIAN RUTSATZ

 


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