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Günther Rausch

Mrz 08

BITTE RECHT FREUNDLICH!

"Es ist nichts so schlecht, dass es nicht auch für irgendetwas gut ist!", lautet das Lebensmotto eines leidenschaftlichen Fotografen, der fast Kampftaucher geworden wäre.


"Sailors have more fun!", ist in einem 250 Kilo schweren Granitblock eingemeißelt. Unterstrichen wird die Aussage durch einen vergnügt lächelnden Smiley mit Matrosenmütze und wehendem Bändchen. Insgesamt stellt dieses Bild das ehemalige Logo der Marine dar. Ungewöhnlich ist, dass das ausrangierte Maskottchen auf einem Stein verewigt worden ist und nun Günther Rausch anlässlich seiner Verabschiedung nach über 35 Jahren im Marinedienst von seinen ehemaligen Kameraden überreicht wird. Doch warum haben sie sich für dieses recht ungewöhnliche Geschenk entschieden? Weil Rausch auf zahlreichen Informationsveranstaltungen dieses Logo als Aufkleber auf Broschüren verteilte und dabei jenes Motto lebensnah verkörperte? Weil er in den vielen Dienstjahren bei der Marine hautnah erleben konnte, dass dieser Leitspruch sich immer wieder bestätigte? Oder weil Günther Rausch irgendwie die "Personifizierung" des ehemaligen Leitspruches geworden ist? Die Antwort wird eine Mischung aus allem und noch irgendetwas anderem sein. Günther Rausch hat bei seinen Kameraden auf alle Zeit einen großen "Stein im Brett", wie es dieses Geschenk wohl ohne Zweifel zeigt.

Doch wer ist Günther Rausch? Geboren wurde er am 26. Dezember 1954 in Bamberg in Bayern. Sein größter Traum war es Kampfschwimmer zu werden. Doch aufgrund einer Hirnhautentzündung als Kind schien es lange, als wenn aus diesem Traum nichts würde. Aufgewachsen in einem eher ländlichen Umfeld, mit viel Bewegung an frischer Luft und gesunder Ernährung, schaffte es Rausch, seine Kondition so gut aufzubauen, dass er Schwimmen sogar als Leistungssport betrieb. Zufällig war es genau die Ärztin, die ihn während der Hirnhautentzündung behandelte, und 1973 für den Militärdienst tauglich musterte und ihm dabei auch wieder Hoffnung auf eine spätere Laufbahn als Kampfschwimmer machte. Rausch erinnert sich, dass sie bei dem Befund Tränen in den Augen hatte, denn nun würde der Jugendtraum letztendlich in Erfüllung gehen. Wie es das Leben manchmal so will; es kam anders! Er konnte zwar die Grundausbildung absolvieren, doch einem Augenleiden zufolge, welches noch von der Hirnhautentzündung her rührte, wurde aus der erhofften Karriere als Kampfschwimmer nichts.

Im März 1973 wurde Rausch nach Glückstadt eingezogen und im Oktober 1974 heiratete er, bekam 1975 eine Tochter und 1980 einen Sohn. Bei der Marine hatte er zum Ende seiner Dienstzeit den Dienstgrad Oberstabsbootsmann im "Inneren Dienst". Die langen Trennungen von seiner Familie, häufig auch über sechs Wochen, belasteten das Familienleben sehr und führten wohl letztendlich 1992 zur Trennung. Heute lebt er glücklich mit seiner neuen Ehefrau Karin in der Nähe Rostocks in einem gemütlichen Einfamilienhaus und hat auch einen sehr herzlichen Kontakt zu seinen Kindern.

Während der Zeit auf See vertiefte Günther Rausch sein Hobby, die Fotografie, welchem er bis dahin nur gelegentlich nachging. Bemerkenswert ist, dass Rausch als Jugendlicher diesem Hobby mit keiner allzu großen Begeisterung nachging. Einen Fotoapparat nutzte er nur, wenn es sich mal ergab, einen eigenen besaß er damals noch nicht. Als 1975 ein Fotowettbewerb ausgeschrieben wurde, dessen Hauptgewinn mit einer Siegerprämie von 200 DM belohnt werden sollte, lieh er sich von seinem Schwager eine Kamera, fotografierte und gewann. Dieser erste Erfolg schuf das Fundament zu seiner heutigen Leidenschaft, der Fotografie. Der 21-Jährige investierte diese 200 DM, legte noch etwas drauf und kaufte sich seine erste Kameraausrüstung.

Erst im Jahre 1978, als er als Rechnungsführer zur See unterwegs war, verbrachte er seine Freizeit bewusst mit seiner Kamera in der Hand und hielt die Eindrücke an Bord und bei den immer wieder aufregenden Landgängen fest. Die schon damals sehr gelungenen Fotos brachten ihm bald viel Anerkennung bei seinen Kameraden und auch bei den Besatzungen anderer Schiffe ein. Die hohe Qualität seiner Aufnahmen führten neben einigen Veröffentlichungen in Zeitschriften und gelegentlichen Titelbildern auch zu diversen Auszeichnungen. Für ein Foto, das einen Raketenstart auf einem Kriegsschiff zeigt, erhielt er sogar in den USA eine Auszeichnung. Wenn man bei der Marine als Fotograf so erfolgreich ist, wie es Günther Rausch war, ist einem nicht nur die Anerkennung seiner Kameraden sicher, sondern auch die eine oder andere Belobigung. Für eine Doppelbelichtung, die bei einem Fotowettbewerb im Schnellbootgeschwader den ersten Platz erhielt, bekam Rausch beispielsweise einen Tag Sonderurlaub. Schon bald war er so etwas wie der "Hoffotograf" der Marine. Rausch fotografierte viel, wurde immer besser, und nun trifft man ihn fast immer mit Kamera an. Sie gehört einfach untrennbar zu ihm. Auch wenn er als Jugendlicher nichts sehnlicher werden wollte als ein Kampfschwimmer, brachte ihm die Leidenschaft für die Fotografie einem neuen Aufgabenfeld näher und so nahm er auch gerne das Angebot, sein Hobby zum Beruf zu machen an und folgte dem Ruf der Abteilung für "Moderne Ausbildungstechnologie" 1998 nach Rostock. Hier konnte er seiner Kreativität freien Lauf lassen. Die Abteilung für "Moderne Ausbildungstechnologie" ist sicherlich nicht jedem ein Begriff. Hier werden Lernprogramme hergestellt. Um deren Inhalte eindrucksvoll zu verdeutlichen erstellt diese Abteilung Ausbildungsfilme und Videosequenzen. So war Günther Rausch viel mehr als ein Fotograf; er war Drehbuchautor, Kameramann, Beleuchter, suchte Schauspieler aus und repräsentierte die Arbeiten seiner Abteilung bundesweit auf verschiedenen Veranstaltungen. Dies war eine herrliche Zeit für den kreativen Wahl-Rostocker.

Schon früh entdeckte Rausch eine neue Leidenschaft: Luftaufnahmen. Da er bereits kurz nach der Wende nach Rostock kam, und schon damals Luftaufnahmen von der Hansestadt anfertigte, besitzt er nun einen großen Fundus an Luftaufnahmen, welcher gleich einer Zeitreise die Veränderung der Hansestadt dokumentiert. "Herr Bohl vom Rostocker Stadtarchiv freute sich sehr, als ich ihm eine Auswahl Rostocker Luftaufnahmen zur Verfügung stellte", erinnert sich der fliegende Fotograf. Mittlerweile besitzt der leidenschaftliche Belichtungskünstler eine große Sammlung an Fotografien. Dazu gehören nicht nur Motive der Marine, nein, auch viele Politiker, welche er für das Marine-Gästebuch fotografierte, romantische Landschaftsaufnahmen, die Ostsee bei Wind und Wetter und zu jeder Jahreszeit sowie diverse Porträts.

Der Abschied von der Marine fiel Rausch nicht leicht, doch bedeutet es für ihn ja keinen ein Abschied von der Fotografie. "Wer sich für meine Arbeiten interessiert, beispielsweise ein besonderes Porträt braucht, eine Familienfeier fotografiert haben möchte, eine Luftaufnahme von seinem Wohnhaus oder einfach nur ein besonders schönes Foto aus dieser Region als Geschenk sucht, kann sich gern bei mir melden", bietet der Pensionär an. Sie erreichen Günther Rausch unter der Telefonnummer 0172/3030115.


Von MICHAEL WINTER


3 Kommentare zu „Günther Rausch”


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