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HANSA FANPROJEKT

Okt 08

Schon seit vielen Jahren, nämlich ungefähr seit zehn, wird das Wehklagen selbsternannter und wirklicher Fußballpuristen lauter, der Sport entferne sich von den wahren Fans und interpretiere sich vielmehr immer weiter in den Sektor  Entertainmentindustrie. Ihren Anfang nahm diese Entwicklung, als gegen Ende der 90er Jahre von der Unterhaltungsbranche entdeckt wurde, dass mit Fußball gutes Geld zu verdienen ist.

Jede Menge Sportvermarkter stürzten sich auf die Vereine. Und dies galt nicht nur für Clubs aus dem Profibereich, sondern auch für Traditionsclubs, die im Laufe der Jahrzehnte zwar sportlichen Stellenwert, nicht aber eine treue Fangemeinde eingebüßt hatten. So hatten also fast alle Bundesligisten und diverse Amateurvereine ihren eigenen Vermarkter, dem sie sich nahezu auf Gedeih und Verderb auslieferten. Man verkaufte Namensrechte, lieh sich Unsummen, einige kauften und verkauften ihre Stadien, um sich in selbige für richtig viel Geld einzumieten und um sie später wieder zurück zu kaufen. Es herrschte Goldgräberstimmung, doch diese sank auch schnell wieder. Was blieb, war der Fakt, dass man durch eine gute Präsentation rund ums Spiel zahlungskräftige Kundschaft ins Stadien locken kann. Der oft zitierte Ablauf: das gute Produkt wird im Fernsehen wirksam präsentiert, so wird der Ausflug ins Stadion zum Familienevent, Firmen kaufen sich VIP-Logen  und laden Geschäftskunden in diese ein. Für (fast) alle Beteiligten also eine gute Sache – und für einige auch ein gutes Geschäft, wenn´s denn funktioniert. Diese Entwicklung hat aber auch ihre Schattenseiten. Wenn sie nicht funktioniert, fehlen den Clubs fest kalkulierte Einnahmen, die Mannschaft kann nicht verbessert werden, das Publikum wird unzufrieden, Abstiegssorgen können entstehen und wahr werden, die nächstschlechtere Liga ist nicht attraktiv für Familien und VIPs, was weitere finanzielle Einschnitte mit sich bringt, vom Einbruch der TV-Gelder ganz zu schweigen. Doch auch im Erfolgsfall hat der Einzug des Fußballs ins Alltagsleben nicht nur positive  Seiten. Viele langjährige Fans fühlen sich ausgegrenzt. Dies beginnt bei der Modernisierung von Stadien zu Arenen. Diesen Umbaumaßnahmen fallen meist zuerst Stehplatz-Areale, also die, im wahrsten Sinne, klassischen Standorte von eingefleischten Fußballfans zum Opfer. Da diese nicht immer den optischen Ansprüchen von Fernsehkameras und VIPs genügen und auch nicht immer "stubenreine" und zitierfähige Sprechchöre von hier skandiert werden, was einen harmonischen Fußballfamiliennachmittag schon mal stören könnte, schlägt man bei der Modernisierung zwei Fliegen mit einer Klappe: man schafft mehr Platz für finanziell attraktivere Kunden (ein gewöhnungsbedürftiger Ausdruck für hartnäckige Verfechter reiner Fußballehre und Fankultur) und trennt sich auf diesem Wege von "Störern" so einer kuscheligen Familienveranstaltung. Die vormaligen "Besteher" von Stehplätzen, die früher oft die Hälfte der Kapazität der Stadien ausmachten, nehmen dies natürlich nicht klaglos hin und machen ihrem Unmut mit Aktionen im Stadion und darüber hinaus Luft. Deshalb unterstützen viele Vereine Fanprojekte um den Kontakt zu ihren alten Fans nicht zu verlieren. Dies geschieht, weil auch die Verantwortlichen wissen, dass es eben nicht die lukrativen Stadionbesucher sind, die für Stimmung sorgen und so ihre Mannschaft nach vorne peitschen. Beim FC Hansa war man sich schon früh bewusst, dass man die Fußballfans nicht gegen über den Kunden benachteiligen darf. Deshalb wurde schon im Jahr 1995 der Verein Fanprojekt Hansa Rostock e.V. gegründet und schon im Jahr darauf war es gelungen dem Projekt eine Heimstatt zu geben. Mit der Fertigstellung des Gebäudes 1996 zwischen Volkstadion, Geschäftsstelle und Arena, ist es zur Tradition geworden, vor jedem Heimspiel des FC Hansa, rund ums Fanprojekt eine Fußballparty auszurichten.

Diese Fußballpartys dienen als Tage der Begegnung für  Heim- und Gäste-Fans. "Bei gut temperierten Getränken und frisch Gegrilltem kann man in gemütlicher Umgebung alte Freunde treffen und neue Bekanntschaften schließen. Wir als Veranstalter sorgen dann noch für die entsprechende musikalische Umrahmung", weiß die Website des Fanprojektes ihre Veranstaltungen anzupreisen. Natürlich ist die angepriesene "musikalische Umrahmung" ein Witz, obwohl sie tatsächlich entsprechend ist. Aber das Anliegen des Fanprojektes ist durchaus unterstützenswert. Schließlich kümmert man sich tatsächlich um die Belange der Fans und erfüllt auch wichtige gesellschaftspolitische Aufgaben, indem man hier auch die Integration behinderter Menschen forciert. Doch die Aufgabenliste des Fanprojektes ist lang: Eintrittskartenverkauf für alle Spiel, Organisation von Auswärtsfahrten und  Betreuung der Fußballfans gehören genauso dazu wie Veranstaltungen wie der Tag der Fußballtalente für Sportfreunde mit Handicap und die Pflege der Kontakte zu den entsprechenden Behindertenverbänden.

Vor und nach dem Spiel FC Hansa gegen TuS Koblenz am 19.10.2008 findet rund um das Hansa Fanprojekt ein Oktoberfest, mit allem was dazu gehört, statt. Wir vom 0381-Stadt- und Kulturmagazin unterstützen diese Party und gratulieren dem Hansa-Fanprojekt zu 13 Jahren fleißiger und erfolgreicher Arbeit.


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