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TIPPKino im Filmbüro
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Erster Film im neuen Jahr ist der spanische Erfolgsfilm des letzen Jahres „Me too“ – Wer will schon normal sein?
E 2009, Regie: Àlvaro Pastor und Antonio Naharro, mit Lola Dueñas, Pablo Pineda, Antonio Naharro, Isabel Garcia Lorca u.a., 103 min, DF, ab 6 Jahren, www.metoo-derfilm.de Daniel (Pablo Pineda) ist es gewöhnt, daß andere ihm wenig zutrauen und ihn verstohlen verschämt anschauen. Er hat ein klitzekleines Chromosom zu viel - Daniel ist mit dem Down Syndrom zur Welt gekommen. Jetzt, mit 34 Jahren, hat er ein Studium mit Auszeichnung abgeschlossen. Das hätte wirklich niemand für möglich gehalten! Voller Energie, Lust und Freude beginnt er seinen neuen Job und trifft doch wieder auf alte Vorbehalte bei Freunden, Kollegen und selbst bei seiner Familie. Als sich zwischen seiner Kollegin Laura (Almodovar-Schauspielerin Lola Dueñas) und ihm eine intensive Freundschaft entwickelt, sind alle völlig verunsichert. Die Ablehnung, auf die ihre Freundschaft stößt, führt diese beiden rebellischen Seelen noch enger zusammen: sie entwickelt sich zur großen Liebe - überraschend für sie selbst und unvorstellbar für alle Anderen. Vorurteile und eingefahrene Verhaltensweisen werden kräftig durchgerüttelt. Pablo Pineda ist tatsächlich der erste Europäer mit Down-Syndrom, der einen Hochschulabschluss erworben hat. Hauptdarstellerin Lola Dueñas erhielt für ihre Darstellung der „Laura“ in ME TOO im Frühjahr 2010 den GOYA, den wichtigsten spanischen Filmpreis, als Beste Darstellerin. Auch Pablo Pineda war für seine erste Filmrolle beim diesjährigen GOYA nominiert. Wegen der fast unbeschwerten Heiterkeit lag das Publikum bei den Festivals in San Sebastian („Silberne Muschel“ als Beste Schauspieler für beide) und Rotterdam (Publikumspreis) diesem ungewöhnlich liebenswerten Paar zu Füßen. Darüber hinaus lief er im Wettbewerb von Sundance sowie als Eröffnungsfilm des Filmfest München. /* */ ?> |
6 €
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