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14. Rostocker Palliativtag thematisiert individuelle Wege in der Versorgung
Mrz 25
Fachveranstaltung an der Universitätsmedizin Rostock bringt über 200 Teilnehmende aus Medizin und Pflege zusammen.
Rostock – Der 14. Rostocker Palliativtag an der Universitätsmedizin Rostock zog in diesem Jahr rund 200 Fachkräfte und Interessierte aus Medizin, Pflege und Therapie an. Unter dem Motto „Individualität in der Gemeinschaft – Individuelle Wege gehen“ bot die Veranstaltung am 20. und 21. März ein vielfältiges Programm mit praxisnahen Workshops, Fachvorträgen und einer interdisziplinären Abendveranstaltung.
„Unser Ziel war es, den interdisziplinären Austausch zu fördern und gemeinsam neue Wege für die Palliativversorgung zu erarbeiten“, erklärte Prof. Dr. Christian Junghanß, Direktor der Medizinischen Klinik III für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin. „Die große Teilnehmerzahl zeigt das wachsende Interesse an diesem wichtigen Thema.“
Am ersten Veranstaltungstag erhielten Pflegende in einem Grundkurs einen praxisnahen Einblick in die Besonderheiten der palliativmedizinischen Pflege. Den feierlichen Höhepunkt bildete die Abendveranstaltung an der Hochschule für Musik und Theater Rostock (HMT). Dort wurde das Stück „Gender Pain Gap“ aufgeführt – eine recherchebasierte Stückentwicklung, die sich mit geschlechtsspezifischen Unterschieden in der Wahrnehmung und Behandlung von Schmerz auseinandersetzte.
Der zweite Veranstaltungstag startete mit Fachvorträgen und bot anschließend zehn interaktive Workshops, in denen die Teilnehmenden sich mit zentralen Themen der Palliativmedizin beschäftigten. Besonders gefragt waren die Workshops zu „Schmerzen in der Palliativmedizin“, „Sterben in anderen Kulturen“ und „Merk-Würdige Kommunikation – Pflegende Gespräche mit Sterbenden“. Auch rechtliche Fragen zu Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung wurden intensiv diskutiert.
Zum Abschluss stellten die Veranstalter zwei innovative Projekte aus der Palliativmedizin vor, die neue Impulse für die Versorgung schwerkranker Menschen geben. Die nächste Veranstaltung ist für 2026 geplant.
Bild: Dr. Felix Bock leitete beim 14. Palliativtag der Universitätsmedizin Rostock den Workshop „Merk-Würdige Kommunikation – Pflegende Gespräche mit Sterbenden“, an dem auch Auszubildende Merle Chciuk teilnahm.
PM · Foto: Unimedizin Rostock
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